Klimaberichterstattung im TV – war da mal was?

Ein Anliegen dieses Blogs ist es, das Thema Klimakrise immer wieder zu benennen. Schließlich ist das die größte Krise unserer Zeit, wenn auch Kriege momentan die öffentliche Berichterstattung dominieren. Heute ist mir ein Kommentar aufgefallen, der das Problem der unzureichenden Medienberichterstattung bezüglich der Klimakrise in den Fokus nimmt.

Vielleicht sind dem Einen oder Anderen die kurzen Berichte „… vor acht“ in der ARD bekannt. Da gibt es das Wetter vor acht, die Wirtschaft vor acht, das Wissen vor acht und auch das Klima vor acht. Relativ selten, wie nicht nur mir aufgefallen ist. Es gibt eine Initiative „Klima vor acht e. V.“, welche die Häufigkeit der Beiträge in ARD und ZDF, in denen es um das Thema Klimawandel geht, systematisch erfasst hat.

„Das Ergebnis ist alarmierend“ wird dabei festgestellt. Ich find diesen Begriff fast noch harmlos angesichts der Dringlichkeit, gegen die Klimakrise anzugehen.

Hier die Statistik, welche „Klima vor acht e. V.“ ermittelt hat:

  • 2023: 2,20 % (Das Erste) / 1,95 % (ZDF)
  • 2024: 1,49 % / 1,43 %
  • 2025: 1,29 % / 1,29 %
  • 2026 bisher: 0,80 % / 0,70 %

Die Klimaberichterstattung hat sich seit 2023 mehr als halbiert. Bei beiden Sendern.

Anteil der Sendungen zum Thema Klimawandel in ARD und ZDFQuelle: Klima vor acht e. V.

Während die Erderhitzung immer neue Rekorde bricht, sinkt die Berichterstattung auf ein historisches Tief. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat einen klaren Informationsauftrag – und wird ihm beim Thema Klima immer weniger gerecht. Die Vorständin des „Klima vor acht e. V.“, Friederike Mayer sagt in diesem Post:

„Wir messen bei ‚das Erste‘ und ZDF so wenig Klimaberichterstattung wie noch nie. Die größte Krise unserer Zeit wird vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk schlicht totgeschwiegen – und das, obwohl er einen klaren Informationsauftrag hat. Während die Erderhitzung immer neue Rekorde bricht, sinkt die Berichterstattung auf ein historisches Tief.“

Das Kopf-in-den-Sand-stecken der Medien lässt das Thema jedoch nicht verschwinden. Es wird wohl vor allem dazu führen, dass die Probleme noch viel größer werden.

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