Warum wir nicht zufrieden sind mit den Ergebnissen von Cancun

Anscheinend können wir uns wieder zurücklehnen und daran glauben, dass die Mächtigen dieser Welt auch das Klimaproblem in den Griff bekommen werden…

Nur dieser Effekt kann der Grund dafür sein, dass die Bedenken des Vertreters aus Bolivien einfach so „zu Protokoll“ genommen wurden und alle sich im gefundenen „Klimakompromiss“ vereinen. Denn der Inhalt selbst ist das Papier nicht wert, auf dem das Ganze steht. An dieser Stelle dokumentieren wir einige Quellen, die den bolivianischen Widerspruch erläutern:

Verhandlungen weit weg von der Zivilgesellschaft:

11. Dezember 2010, von Björn Ecklundt

Die Zivilgesellschaft ist auf dem Klimagipfel in Cancún zwar nicht
ausgeschlossen, aber doch auch nicht richtig dabei. Die Gespräche finden im
Moon Palace statt, die Stände der NGO sind in CancunMesse aufgestellt.
Zwischen beiden Orten fährt ein Shuttlebus, der 20 Minuten braucht. Das
Forum für die Zivilgesellschaft findet 30 km entfernt statt.

Camilla Moreno findet das symptomatisch für die Verhandlungen. Inhaltlich
haben sich die Verhandler von der Zivilgesellschaft entfernt und bieten die
falschen Lösungen an, so Moreno. So setzen sie stark auf technische
Lösungen, die aber die die wahren Ursachen der Klimakrise nicht anpacken.
Die Auswirkungen von solchen technischen Lösungen auf soziale Strukturen und
die Umwelt würden dabei völlig außer Acht gelassen.

Den Menschen werde vorgemacht, es sei möglich den Klimawandel durch eine
einfache Reform der Wirtschaft in den Griff zu bekommen und jeder könne grün
und nachhaltig sein. Camilla Moreno sieht darin eine Gefahr, wie sie im
Interview klar macht.

Interview mit Camilla Moreno, Friends of the Earth Brazil



Latin@rama:

12.12.2010

Bolivianische Dickschädel

Boliviens Widerstand auf dem Weltklimagipfel gründet auf dem
ökosozialistischen Programm der Regierung Morales

weiter…

Evo Morales und Pablo Solón im April auf dem
Alternativen Klimagipfel von Cochabamba