Beteiligung am Alternativgipfel Cochambamba

Es gibt Möglichkeiten sich am Prozess des alternativen Gipfels zu beteiligen ohne nach Cochambamba fahren/fliegen zu müssen.
Ich dokumentiere hier eine Mail von Judith Dellheim dazu mit entsprechenden Links:


Wie Ihr euch sicher erinnert, hatte unmittelbar nach dem Scheitern des
Klimagipfels von Kopenhagen Evo Morales eine „Weltkonferenz der Völker zum
Klimawandel und zu den Rechten von Mutter Erde“ initiiert. So hat er
Vertreter/innen der Völker, soziale Bewegungen, Ärztinnen und Ärzte, Juristinnen
und Juristen, Wissenschaftler/innen, Politiker/innen und all jene nach
Cochabamba eingeladen, die sich konsequent gegen globale Erwärmung, menschliche
Unterdrückung und Zerstörung der Natur engagieren. Sein Aufruf zur Konferenz,
die am „Internationalen Tag der Erde“ stattfindet, nennt sechs Ziele: 1. die
Ursachen des Klimawandels analysieren und Wege seiner Überwindung vorschlagen;
2. eine Allgemeine Erklärung zur den „Rechten von Mutter Erde“ diskutieren und
annehmen; 3. Vorschläge für neue Verpflichtungen zum Kyoto-Protokoll und für
COP-Beschlüsse vereinbaren; 4. ein Globales Referendum der Völker zum
Klimawandel organisieren; 5. einen Aktionsplan für ein Tribunal zu
Klimagerechtigkeit entwickeln; 6. Aktionen und Strategien zur Verteidigung des
Lebens gegen globale Erwärmung und zur Verteidigung der „Rechte von Mutter Erde“
festlegen.

Das 3. Ziel orientiert auf Vorschläge zum Umgang mit den Problemen:
a) Klimaschuld, b) Migranten/Flüchtlinge infolge des Klimawandels,
c) Emissionsreduktionen, d) Adaptation, e) Technologietransfer, f) Finanzierung,
g) Wälder und Klimawandel, h) gemeinsame Vision, i) indigene Völker, j) Sonstiges.

Die genannten Ziele sind abgeleitet von der Einschätzung, dass nachweislich die
global Ärmsten den Klimawandel am stärksten zu spüren bekommen (werden), und von
zwei Feststellungen: 75% der historisch entstandenen Emissionen von
Treibhausgasen gehen „auf das Konto der auf irrationale Weise industrialisierten
Länder des Nordens“. Der Klimawandel ist „vom kapitalistischen System verursacht
worden“.

Damit ist die Idee verbunden, emanzipative und/bzw. antikapitalistische
Bewegungen dafür zu gewinnen, sich die Klima- und Ökologieproblematik anzueignen
und ökologische Bewegungen dafür, dass sie sich die soziale Dimension der
Klima-/Ökologieprobleme zu eigen zu machen. Dadurch könnte eine neue Allianz von
Kräften entstehen, die gegen soziale und ökologische Zerstörung mobilisieren,
sich sowohl für den Erhalt und die Gesundung der natürlichen Lebensgrundlagen
engagieren als auch für Schritte hin zu einer Gesellschaft individuell Freier
und sozial Gleicher, die solidarisch miteinander leben und verantwortungsvoll
mit der Natur umgehen.

Eine Frage ist, ob im Ringen um eine solche Allianz ein neues
(Wechsel)Verhältnis zwischen globaler Klimabewegung und offiziellem UN-Prozess
entsteht.

Unter http://pwccc.wordpress.com/guia-informativa/ findet Ihr den Aufruf in
mehreren Sprachen, darunter in Deutsch, oder seht einfach auf http://cmpcc.org/

Die genannten Ziele erklären auch die in das Leben gerufenen Arbeitsgruppen: 01.
Structural causes
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/01-structural-causes/>, 02.
Harmony with Nature
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/02-harmony-with-nature/>,
03. Mother Earth Rights
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/03-mother-earth-rights/>,
04. Referendum
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/04-referendum/>, 05. Climate
Justice Tribunal
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/05-climate-justice-tribunal/>,
06. Climate Migrants
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/06-climate-migrants/>, 07.
Indigenous Peoples
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/07-indigenous-peoples/>, 08.
Climate Debt
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/08-climate-debt/>, 09.
Shared Vision
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/09-shared-vision/>,10. Kyoto
Protocol
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/10-kyoto-protocol/>, 11.
Adaptation
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/11-adaptation/>,12.
Financing <http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/12-financing/>,13.
Technology Transfer
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/13-technology-transfer/>,
14. Forest <http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/14-forest/>, 15.
Dangers of Carbon Market
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/15-dangers-of-carbon-market/>,16.
Action Strategies
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/16-action-strategies/>,17.
Agriculture and food sovereignty
<http://pwccc.wordpress.com/category/working-groups/17-agriculture-and-food-sovereignty/>.

Die Arbeitsgruppen arbeiten wirklich und mensch kann sich problemlos einloggen, auch ohne nach Cochabamba zu reisen. Alle Materialien einschließlich
„Newsletter“ können sie und er beziehen.

Mit solidarischem Gruß

Judith