Wir beteiligen uns von Anfang an am Klimanetz-Region Jena. Wie in jedem Jahr fand in Jena am 28.5. ein Umwelttag statt.

Wir beteiligten uns hier mit Informationen zum Klimawandel und der Möglichkeit, an einem Laptop den eigenen CO2-Fußabdruck (siehe auch hier) zu ermitteln.
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Bei meinem Besuch in Berlin konnte ich erstmalig eine Offene Werkstatt kennenlernen, in der Handwerk und High Tech dazu einladen,  eigene Projekte zu verwirklichen. Dabei liegt ein Schwerpunkt rein technisch vor allem darin, dass Baupläne und Konstruktionsunterlagen für computergesteuerte Maschinen genau so wie Freie Software in Form eines sog. “Open Designs” im Internet frei zur Verfügung gestellt und verändert weiter gegeben werden können.

Dadurch entstehen neue soziale Netzwerke mit Menschen, die sich produktiv erproben können und dadurch ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten bereichern können. In diesen Werkstätten wird also eine ganz andere Form von Reichtum erzeugt als jene, die sich mit  Geld messen lässt ;-)

Mehr dazu gibts in meinem Blog.

Zwei der mir bekannten derartigen Werkstätten kooperieren eng mit den jeweiligen Coworking-Projekten vor Ort – deshalb “passt” es gerade ausgezeichnet, dass sich in Jena gerade eine Coworking-Projektgruppe konstituiert. ;-)

Während des Werkstatt-Lastenfahrrad-Workshops im ODC

Wer sich hier in Jena für solch eine Offene Werkstatt interessiert (Vorüberlegungen siehe auch unter dem Stichwort “Commons-Werkstatt”), kann sich bitte bei mir melden unter contactATzw-jena.de (AT durch das at-Zeichen ersetzen) melden und erhält dann weitere Informationen und Einladungen zu Treffen.

Annette

Sein oder Haben   17. März 2011

Der Fernsehsender 3sat scheint ein marxistischer Bildungssender zu werden. Erstens bringt er ab morgen eine Themenreihe “Sein oder Haben”.

Das Thema “Haben und Sein” – in Form einer Warenkritik war schon immer eines der Hauptthemen der Zukunftswerkstatt Jena.

Und zweitens gibt es auf der Webseite des Senders einige lustige Filmchen mit einer Einführung zu wichtigen Begriffen von Marx, so Diesen Beitrag weiterlesen »

Robert Jungk schrieb schon vor 33 Jahren:

“Mit der technischen Nutzbarmachung der Kernspaltung wurde der Sprung in eine ganz neue Dimension der Gewalt gewagt. Zuerst richtete sie sich nur gegen militärische Gegner. Heute gefährdet sie die eigenen Bürger. Denn «Atome für den Frieden» unterscheiden sich prinzipiell nicht von «Atomen für den Krieg». Die erklärte Absicht, sie nur zu konstruktiven Zwecken zu benutzen, ändert nichts an dem lebensfeindlichen Charakter der neuen Energie. Die Bemühungen, diese Risiken zu beherrschen, können die Gefährdungen nur zu einem Teil steuern. Selbst die Befürworter müssen zugeben, daß es niemals gelingen wird, sie ganz auszuschließen. Der je nach Einstellung als kleiner oder größer anzustehende Rest von Unsicherheit birgt unter Umständen solch immenses Unheil, daß jeder bis dahin vielleicht gewonnene Nutzen daneben verblassen muß.

Ein durch technisches Versagen, menschliche Unzulänglichkeit oder böswillige Einwirkung hervorgerufene Atomkatastrophe würde nicht nur unmittelbar größten Schaden stiften, sondern über Jahrzehnte, Jahrhunderte, unter Umständen sogar Jahrtausende weiterwirken. Dieser Griff in die Zukunft, die Angst vor den Folgeschäden der außer Kontrolle geratenen Kernkraft wird zur größten denkbaren Belastung der Menschheit: Sei es als Giftspur, die unauslöschlich bleibt, sei es auch nur als Schatten einer Sorge, die niemals weichen wird.”

An dieses Zitat erinnern die Webseiten des Zukunftswerkstätten-Vereins.

Hier finden sich auch Gedanken zu “Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima: Dreimal eine Milliarden Jahre” und “Menschliche Schöpferkraft statt Atomkraft”

Außerdem verweise ich nochmal auf die Informationen über die Kernkraft auf den Zukunftswerkstatt-Webseiten.

Außerdem:

The Story of Electronics   1. März 2011

Es macht wieder mal ein nettes Video die Runde, das ich unbedingt auch hier verlinken möchte.

Siehe dazu auch die Kommentare im Keimform-Blog.

Eine interessante Dokumentation kommt von ARTE (“Kaufen für die Müllhalde”). Den Begriff “planned obsolescence” kann man sich merken….;-)

Keine Kohle für Kohle   27. Februar 2011

Reiner von unsrer Zukunftswerkstatt hatte in einem Vortrag schon vor einigen Wochen ausführlich begründet, warum es nicht einmal kommerziell für kommunale Stadtwerke Sinn macht, sich an Kohlekraftwerken zu beteiligen. Jetzt ist es möglich, sich mit einem Schreiben an die Chefs der Stadtwerke zu wenden, um sie aufzufordern, sich nicht am Kohlekraftwerk Krefeld zu beteiligen. Wenn Sie dies möchten, können Sie die Online-Aktion von Campact unterzeichnen.

Es geht dabei um die Stadtwerke Flensburg, Jena, Soest und Ulm,
um die Überlandwerk Fulda AG, die enwor Herzogenrath und die die ENNI Moers.

Aus dem Vortrag von Reiner zwei Screenshots:

Interessenten können sich die Visualisierung des Vortrages als pdf-Dokument herunterladen (ca. 1,2 Mb).

Die LINKE hat ein neues Webprojekt: den Blog “nachhaltig- links.de”. Den Titel finde ich gut gewählt. Die Thematik selbst betrifft die Verbindung von zentralen Fragestellung der zukünftigen Entwicklung. Derzeit gibt es Beiträge zum Klimagipfel in Cancun, zu Fragen der aktuellen Energiepolitik (Preise und Ökostrom) sowie zu grundsätzlichen Fragen des Wachstums.

  Im Moment ballen sich die Aktivitäten mehrerer Gruppierungen in der ganzen Welt, die sich wegen der wachsenden Gefahr des Klimawandels für politische und wirtschaftliche Konsequenzen einsetzen. Wer die Augen nicht völlig verschließt, dem begegnet neuerdings sogar im geschäftigen Shopping-Alltag das Klimathema. So gibt es eine Ausstellung “Das Klima schützen kann jeder!” der Verbraucherschützer. Da geht es vor allem um das alltägliche Verhalten und Möglichkeiten des eigenen Beitrags zur Reduzierung der Gefahr.

Andere Bewegungen haben eine andere Ausrichtungen, so die Bewegung “350″ und “Climate Justice Action”…

Darüber, und über eine Jenaer Aktivität am 12.10, gibts mehr im Philosophenstübchen-Blog

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