Schlagwort-Archive: Gentechnikkritik

Gendreck weg! – Berichte in Jena

Gestern waren auch wir bei einer Veranstaltung im denKino, in welcher Simone von Aktionen gegen Gentechnikversuche und -felder berichtete. Warum gentechnisch veränderte Pflanzen oder Tiere einen Dammbruch darstellen, der potentiell gefährliche und nicht wieder rückholbare Fakten setzt, die unsere Lebensgrundlage gefährden können, kann an vielen Stellen nachgelesen werden, z.B. auch bei Greenpeace.

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Imker kann man einsperren – Genmanipulierte Pollen nicht!

31.10.2009 – Michael Grolm muß schon wieder ins Gefängnis –
Demo in Erfurt am 31.10.2009 um 12 Uhr

— weiterverbreiteter Aufruf —

Nachdem Michel Grolm seine vierwöchige Erzwingungshaft durch Einschalten des Bundesverfassungsgerichtes vorerst beenden konnte, wird er am Sonnabend, 31.10.2009 eine Haftstrafe, wiederum in der JVA Suhl-Goldlauter antreten. Zwanzig Tagessätze á 18 Euro wurden ihm vom Landgericht Frankfurt/Oder wegen einer Feldbefreiungsaktion gegen den inzwischen verbotenen Genmais MON 810 der Firma Monsanto aufgebrummt.

imker

Wir wollen Michael Grolms Haftantritt nutzen, um auf die nach wie vor existierenden Gefahren durch genmanipulierte Pflanzen aufmerksam zu machen. Teile der neuen Bundesregierung planen, die Verbreitung der sogenannten Grünen Gentechnik massiv zu fördern, das Genmaisverbot rückgängig zu machen und so den europäischen Widerstand gegen diese Wahnsinnstechnologie endlich zu brechen. Die meisten der bekennenden Gentechnikbefürworter gehören der FDP an. Daher wird unsere Demonstration auch der Landeszentrale dieser Partei einen Besuch abstatten.

Bitte kommen Sie zahlreich und bringen Sie Ihre Freunde, Familie und Musikinstrumente mit! Bauern kommen mit Traktoren.Imker kommen mit Imkeranzug und Raucher.

Datum: 31.10.2009 (Reformationstag)
Uhrzeit: 12 Uhr
Ort: Erfurt, Beethovenstr.3, Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt

Infos unter www.gendreck-weg.de

Vortrag „Deutsche Gentechnik – Verflechtung von Staat und Konzernen“

– Donnerstag, 29.10.2009 — 19 Uhr (Uni/Carl-Zeiss-Str. 3 , HS 6) –
entfilzen
Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkhttp://zw-jena.de/blog/erei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks namens Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.

umweltreferat#
In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet.

Diese Veranstaltung gibts auch in Erfurt:
Am 30.10.09 um 19 Uhr im Filler, Schillerstr. 44, hinterm Ver.Di Haus

Hier gehts zum Download einer Broschüre über „organisierte Unverantwortlichkeit“.

Gentechnikgegner im Knast, weil Gentechnik nicht mehr verhinderbar ist?

Jetzt haben sie ihn: Jörg Bergstedt, der die Gießener Justiz schon lange geärgert hat, muss für 6 Monate in Haft. Vor drei Jahren hatte er ein Versuchsfeld mit genmodifizierter Gerste teilweise zerstört. Solche Aktionen gelten im Widerstand gegen die Gentechnik als Möglichkeit, sich aktiv gegen die Praktiken der genetischen Um- und Mitweltverschmutzung zur Wehr zu setzen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind – wir haben darüber schon berichtet.

Am meisten empört mich dabei noch die Ansicht des Richters, diese Aktionen seien allein schon deshalb sinnlos, weil die Gentechnik nicht mehr aufzuhalten sei. „Machen wir uns nichts vor: Der Geist ist aus der Flasche, den kriegen Sie nicht wieder rein!“

Bitte lest auch den ausführlichen Prozessbericht.