Im Sommer 2009 wurde durch die Bundesregierung – ohne darum ein großes Palaver zu veranstalten – ein Gesetz verabschiedet, welches uns alle spätestens im kommenden Jahr unmittelbar berühren wird: Das „Gesetz über den registergestützten Zensus im Jahre 2011 (Zensusgesetz 2011 – ZensG 2011)“

Und was bitte ist ein Zensus? werden da sicher viele fragen: Nach Wikipedia, Stichwort Zensus ist das schlicht eine Volkszählung. Nun ja, und gibt es da ein Problem? – Ja, ein gewaltiges Datenschutzproblem. Denn entgegen dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1983, welches das Recht auf informationelle Selbstbestimmung begründete, sollen bei den für 2011 geplanten Zensus Daten mit einem Schlüssel erfasst werden, der durch eine Verknüpfung von Daten der Einwohnermeldeämter und der Arbeitsagentur die Erstellung von Sozialprofilen von Menschen ermöglicht.

Auf der Seite [http://zensus11.de/] gibt es ausführliche Informationen dazu. Ebenfalls ist es dort noch möglich, sich an einer Verfassungsbeschwerde zu beteiligen. Bleiben wir also dran und nehmen unser Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahr.

Wir nutzen heute das World Wide Web als alltägliches Informations- und Kommunikationsmittel. Egal, ob wir das Wetter von morgen wissen wollen, die neuesten Aldi-Angebote recherchieren, nach einem Bekannten suchen oder bei Wikipedia einen Begriff nachschlagen – das WWW liefert die gewünschten Informationen. Aber immer hinterlassen wir dabei mit jedem Klick unseren digitalen Fingerabdruck.
Fingerabdruck im WWW
Aus den von uns besuchten Websites lässt sich ein exaktes Profil von uns erstellen – ohne dass wir es merken. Kurz: Unser Provider weiß mehr über uns als wir denken.

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Vor kurzem wurde auch in Deutschland das „Google-Handy“ präsentiert: Hergestellt von HTC, ausgestattet mit dem Betriebssystem Android von Google und exklusiv vertrieben von T-Mobile. Was die heile Werbewelt jedoch nicht zeigt, konnte ich heute einer aktuellen Ausgabe der Zeitung „USA TODAY“ entnehmen: Ohne einen gültigen Google-Account kann das G1 nicht dafür genutzt werden, wofür es beworben wird …
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Demo in Berlin

Am Samstag (11. Oktober) war in Berlin Demo gegen Überwachung und Datenklau.

Es gibt einen Bericht auf dem Keimform-Blog und einen auf meinem Blog.

Schönen Gruß aus Berlin
Tanja

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