{"id":197,"date":"2009-10-16T15:11:44","date_gmt":"2009-10-16T13:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/zw-jena.de\/blog\/?p=197"},"modified":"2021-01-19T10:26:01","modified_gmt":"2021-01-19T08:26:01","slug":"schluss-mit-dem-klima-casino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/2009\/10\/schluss-mit-dem-klima-casino\/","title":{"rendered":"Schluss mit dem Klima-Casino!"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/philosophenstuebchen.wordpress.com\/files\/2009\/10\/kc.gif\" alt=\"kc\" title=\"kc\" width=\"233\" height=\"166\" class=\"alignleft size-full wp-image-825\" \/><\/p>\n<p><font size=\"+1\"><strong>Mobilisierungsbrosch&#252;re mit Analyse, Actioninfos und Alternativen ist erschienen<\/strong> <\/font><\/p>\n<p>Die Brosch&#252;re wird gegen Spende verschickt und verteilt.<\/p>\n<p>Linksjugend [\u2018solid]<br \/>\nKleine Alexanderstra&#223;e 28<br \/>\n10178 Berlin<br \/>\nTelefon 030 \/ 24009-419<br \/>\nTelefax 030 \/ 24009-326<br \/>\ninfo@linksjugend-solid.de<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong>Business as usual<\/strong><\/p>\n<p>Es gab 14 Klimakonferenzen seit 1992, dem Startpunkt der offiziellen Bem&#252;hungen, der Erw&#228;rmung des Erdklimas entgegen zu wirken. Es wurde festgestellt, dass f&#252;r eine Begrenzung der Temperaturerh&#246;hung um 2 K, was als gerade noch ertr&#228;glich gehalten wird, die weltweiten Treibhausgasemissionen im Jahr 2050 im Vergleich zu 1990 um mindestens 50% gesenkt werden m&#252;ssten. Das bedeutet f&#252;r die hochindustrialisierten Hauptemittenten eine Senkung um ca. 80%! Tats&#228;chlich musste f&#252;r das Jahr 2005 eine weltweite Emissionssteigerung um 20,4% konstatiert werden (IPCC 2007). Nur der Zusammenbruch der osteurop&#228;ischen Wirtschaft und die kapitalistische Wirtschaftskrise f&#252;hrten zu r&#228;umlich und zeitlich begrenzten geringf&#252;gigen Verringerungen des Aussto&#223;es. Die hochgelobten Mechanismen des Kyoto-Protokolls (seit 1997) wie der Emissionshandel und Mechanismen, mit denen L&#228;nder oder Unternehmen Investitionen in scheinbar emissionsmindernde Projekte in Entwicklungsl&#228;ndern anrechnen lassen k&#246;nnen, hatten dagegen keinen nachhaltigen Erfolg und ihre Folgen sind sozial unvertr&#228;glich. <\/p>\n<p>Allein diese Tatsachen sprechen dagegen, weiterhin auf die Herrschenden dieser Welt zu vertrauen, wenn sie im Dezember diesen Jahres in Kopenhagen wieder hinter verschlossenen T&#252;ren und unter massivem Polizeischutz &#252;ber unsere Zukunft entscheiden wollen. <\/p>\n<p>Die Brosch&#252;re \u201eKlimacasino schlie&#223;en!\u201c der Jugendorganisationen \u201eavanti &#8211; Projekt undogmatische Linke\u201c und \u201eLinksjugend [\u00b4solid]\u201c geht noch weiter: Sie zeigt, dass die mangelnden Erfolge nicht auf fehlendem gutem Willen beruhen, und nicht darauf, dass die Mechanismen nur noch ein wenig verbessert werden m&#252;ssten \u2013 Nein, es geht ans Eingemachte. Klimaschutz erfordert \u201epolitische Entscheidungen &#252;ber unsere Produktionsweise, &#252;ber Energie, Transport und Verkehr\u201c (S. 5). Denn die herrschende kapitalistische Produktionsweise ist notwendig mit dem Zwang zur Kapitalvermehrung und damit nach Wachstum von &#246;konomischen Kennziffern verbunden, die l&#228;ngst nichts mehr mit unserem Wohlbefinden zu tun haben. Der Zwang zum Wachstum in der Profitwirtschaft geschieht schon immer durch Ausbeutung von Menschen und auf Grundlage der Vernutzung fossiler Energiequellen und Naturressourcen. Und seit l&#228;ngerer Zeit &#252;bersteigen die Kosten, die die Gesellschaft f&#252;r die privat eingesackten Gewinne bezahlen muss, alle Vorteile, die die historische Entwicklung dieser Gesellschaft einigen Privilegierten dieser Erde je gebracht hat. Die historische Schadensbilanz des real existierenden Kapitalismus wird jene des Sozialismus weit in den Schatten stellen. Und sie wird gr&#246;&#223;er, je l&#228;nger wir sie sich abwirtschaften lassen. <\/p>\n<p><strong>Action!<\/strong><\/p>\n<p>Deshalb wurde es h&#246;chste Zeit, aus der verpassten Chance von 2007, als zwar gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm protestiert wurde, aber nicht ausreichend gegen die Klimarhetorik von Angela Merkel vorgegangen werden konnte, zu lernen. Das vorliegende Papier b&#252;ndelt die Ergebnisse der <em>Analysen<\/em>, berichtet &#252;ber die geplanten <em>Aktionen <\/em>und endet mit Ausblicken auf die m&#246;glichen <em>Alternativen<\/em>. Im Mittelpunkt der Action steht nat&#252;rlich der Klimagipfel in Kopenhagen selbst. Dabei geht es nicht blo&#223; um Aktionismus. Nein, das Ziel ist es, \u201eden Gipfel zu &#252;bernehmen und f&#252;r einen Tag zu einer offenen Klimagerechtigkeitskonferenz zu machen\u201c (S. 13). Die dem entgegen stehenden \u201ephysische Barrieren\u201c werden umgangen, &#252;berwunden und durchflossen. Bei dieser Aktion des zivilen Ungehorsams soll niemandem k&#246;rperlicher Schaden zugef&#252;gt werden. Sollte es nicht gelingen an den Konferenzort zu gelangen, soll eine Blockade des Gipfels entstehen und \u201eim Zweifelsfall gibt es auch innerhalb der Konferenz kritische Stimmen, die unseren Protest von innen unterst&#252;tzten werden\u201c. Soweit ich die vorbereitenden Debatten kenne, werden mit diesem Konzept viele auch lange Zeit widerstreitenden Vorschl&#228;ge zusammen gebracht. Es ist also viel los in Kopenhagen in diesem Winter. Auch Unterk&#252;nfte und die Versorgung werden vorbereitet. <\/p>\n<p><strong>Klimagerechtigkeit statt Wachstumswahn! <\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir den Gro&#223;en dieser Welt die Legitimation entziehen, &#252;ber unsere Zukunft allein zu bestimmen, beziehungsweise die F&#252;hrung bei der Rettung der Welt gegen die durch den sachzwang&#228;hnlichen Selbstlauf der Kapitalakkumulation entstehenden Krisen und Katastrophen &#252;bernehmen zu k&#246;nnen &#8211; so stehen wir nat&#252;rlich in der Verantwortung, Aussagen &#252;ber Alternativen zu machen. Die Brosch&#252;re greift dabei zur&#252;ck auf den einfachen Gedanken der \u201eAufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln und die Ersetzung der Klassenherrschaft durch eine \u201eAssoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung f&#252;r die freie Entwicklung aller ist\u201c\u201c \u2013 also die alte Bestimmung des Kommunismus, die nat&#252;rlich heute insbesondere um die Komponente der klimatischen und &#246;kologischen Bewahrung der Lebensgrundlagen erweitert werden muss. Ebenso werden Basisdemokratie, politischer Pluralismus und die Problematik des Patriarchats und des Rassismus erg&#228;nzt. <\/p>\n<p>Einige Probleme, die mit dieser Vision verbunden sind, werden ebenfalls nicht verschwiegen: Wir m&#252;ssen neu bestimmen, wie unsere Bed&#252;rfnisse in Abh&#228;ngigkeit von den sinnvoll mobilisierbaren Ressourcen befriedigt werden k&#246;nnen. Diese Frage ist insbesondere deshalb brisant, weil sozial engagierte Menschen die Klimaproblematik h&#228;ufig deshalb meiden oder gar leugnen, weil sie bef&#252;rchten, dass die Klimafrage berechtigte soziale Anliegen durchkreuzen k&#246;nnte. Aber darum kann es nicht gehen: Die gleichzeitige Versch&#228;rfung der klimatisch-&#246;kologischen und der sozialen Krisen dieser Welt k&#246;nnen nur durch die gemeinsame Abschaffung der gemeinsamen Basis f&#252;r diese unterschiedlichen Probleme bew&#228;ltigt werden und die gemeinsame Entwicklung einer neuen Produktions- und Lebensweise. <\/p>\n<p>Die in der Brosch&#252;re gestellten Fragen k&#246;nnen ein Ausgangspunkt f&#252;r unsere weiteren Debatten  werden. Aber es geht nicht blo&#223; darum, f&#252;r eine noch nicht vorhandene Zukunft zu debattieren \u2013 vom Horizont des in Zukunft Gew&#252;nschten zeigt sich uns die Richtung des heute praktisch zu Fordernden: Kostenloser &#214;PNV sowie die Enteignung und Vergesellschaftung der Energiekonzerne sind kurzfristige Ziele, die die Klima-, die Antiatom- und auch die sozialen Bewegungen gemeinsam anstreben k&#246;nnen. Die Ausrichtung orientiert sich am Ziel des \u201eKlima-Kommunismus\u201c statt gr&#252;nem Kapitalismus (S. 22). <\/p>\n<p><strong>Analyse, Action, Alternativen<\/strong><\/p>\n<p>Der vorliegenden Brosch&#252;re gelingt es, mit der Analyse Argumente gegen den Glauben an die von den Herrschenden vertretenen Konzepte zu widerlegen. Klimaktive sollten schon mal von \u201eCCS\u201c und \u201eCDM\u201c geh&#246;rt haben \u2013 was auch ein Glossar erleichtert. In diesem Bereich wird besonders deutlich, wie die kapitalistischen Strategien wiederum auf Kosten derjenigen Menschen ausgetragen werden, die nichts vom Reichtum des Kapitalismus haben und zuerst unter den Folgen des Klimawandels leiden. Damit b&#252;ndeln sich &#246;kologische und soziale Themen und verlegen den Weg des Gegeneinander-Ausspielens dieser beiden Bewegungsorientierungen. Jetzt muss aus dem Papier blo&#223; noch ein Handeln werden \u2013 ein motiviertes, gerichtetes, auch freudvolles und hoffentlich erfolgreiches Handeln in Kopenhagen und anderswo&#8230;<\/p>\n<p>Bezugsadresse:<br \/>\nDie Brosch&#252;re wird gegen Spende verschickt und verteilt.<\/p>\n<p>Linksjugend [\u2018solid]<br \/>\nKleine Alexanderstra&#223;e 28<br \/>\n10178 Berlin<br \/>\nTelefon 030 \/ 24009-419<br \/>\nTelefax 030 \/ 24009-326<br \/>\ninfo@linksjugend-solid.de<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/credit-n.ru\/credit-card-single-tinkoff-platinum.html\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.otc-certified-store.com\/erectile-dysfunction-medicine-europe.html\"><\/a> <span style=\"position:absolute;visibility: collapse;\"><a href=\"https:\/\/zp-pdl.com\/online-payday-loans-cash-advances.php\">https:\/\/zp-pdl.com\/online-payday-loans-cash-advances.php<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mobilisierungsbrosch&#252;re mit Analyse, Actioninfos und Alternativen ist erschienen Die Brosch&#252;re wird gegen Spende verschickt und verteilt. 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