{"id":1701,"date":"2017-10-19T11:55:49","date_gmt":"2017-10-19T09:55:49","guid":{"rendered":"http:\/\/zw-jena.de\/blog\/?p=1701"},"modified":"2021-01-19T10:14:42","modified_gmt":"2021-01-19T08:14:42","slug":"klimawandel-aus-zwei-perspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/2017\/10\/klimawandel-aus-zwei-perspektiven\/","title":{"rendered":"Klimawandel &#8211; aus zwei Perspektiven"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Donald Trump meint, es g&#228;be keinen Klimawandel, nur Wetter. Was das Wetter der letzten Jahre f&#252;r einen normalen Kleinbauern in Kenia bedeutet, das filmt er zum Teil selbst f&#252;r die Dokumentation \u201eDanke f&#252;r den Regen\u201c, die vorgestern abend in ARTE gezeigt wurde. Kisilu Musyas will sich mit seiner Familie und den Nachbarn einrichten auf die Ver&#228;nderungen, initiiert das Pflanzen von B&#228;umen und vernachl&#228;ssigt &#252;ber seinen Touren in Nachbargemeinden sogar die Arbeit auf den eigenen Feldern. Viel Arbeit steckt in den Pflanzungen, jeder K&#252;bel Wasser muss zu jedem B&#228;umchen und Pfl&#228;nzchen geschleppt werden. Als endlich die Regenzeit naht, geht der begr&#252;&#223;te Regen in der Nacht in ein gewaltiges Gewitter &#252;ber und am Morgen ist das Land &#252;berschwemmt und die Pflanzen sind weggesp&#252;lt. Wir kennen diese Regeng&#252;sse inzwischen auch, aber f&#252;r niemanden sind sie so unheilvoll wie f&#252;r diese armen Regionen. Wieviele B&#228;uerinnen und Bauern trifft es &#228;hnlich hart wie Kisilu? Er jedenfalls bekommt die Gelegenheit, zum Klimagipfel nach Paris zu fahren und dort zu berichten von seinem Leben und seinem Kampf mit den Auswirkungen des Klimawandels. Dieser kleine Mann auf so einer gro&#223;en Konferenz. Fast m&#246;chte man meinen, das w&#252;rde eine Erfolgsgeschichte. Aber die Realit&#228;t, die ist nicht so. W&#228;hrend die Gro&#223;en sich streiten um eine Vereinbarung, l&#228;uft Kisilu durch die Kulissen und muss sich solche Spr&#252;che wie von Trump anh&#246;ren. Viel optimistischer wird\u2019s nicht mehr. Zu Hause erz&#228;hlt Kisilu seinen Nachbarinnen und Nachbarn, welche Probleme Menschen anderswo mit dem Klimawandel haben und organisiert weiter das Pflanzen von B&#228;umen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/067824-000-A\/danke-fuer-den-regen\/\">&#8222;Danke f&#252;r den Regen&#8220; in der ARTE-Mediathek<\/a><br \/>\n(bis 16. 11. 2017)<\/p>\n<p>Wie schnell der Klimawandel voranschreitet, sollte inzwischen auch zum Allgemeinwissen geh&#246;ren, das wir nur allzugerne immer wieder verdr&#228;ngen. Wirklich erschrocken sind wahrscheinlich die Wissenschaftler in den 90ern, als sie Filme und Daten zu sehen bekommen, die Geheimdienste seit Jahrzehnten vor allem &#252;ber Zustand der Arktis unter Verschluss hielten. Es gab eine Zeit, in der das Ende des Kalten Krieges tats&#228;chlich eine T&#252;r &#246;ffnete hin zu einer Kooperation der fr&#252;heren Feinde im Interesse des Erhalts einer lebenswerten Umwelt f&#252;r alle Menschen. Al Gore, der sp&#228;ter mit seinem Film \u201eEine unbequeme Wahrheit\u201c ber&#252;hmt wurde, war auf die Idee gekommen, dass die Zeit gekommen sei, die Daten der Geheimdienste f&#252;r eine wissenschaftliche Auswertung zur Verf&#252;gung zu stellen. Als ich die Reportage \u201eDie Klima-Spione\u201c ansah, f&#252;hlte ich mich wie in eine andere Welt versetzt. Die fr&#252;heren Gegner tun sich zusammen, um einer gr&#246;&#223;eren Gefahr zu begegnen. F&#252;r einige Jahre, auf einem begrenzten, aber extrem wichtigen Bereich wurde dies ab 1995 Wirklichkeit. Im Projekt \u201eMedea\u201c stellten US-amerikanische wie russische Geheimdienste und Arktisforscher ihre Daten f&#252;r eine wissenschaftliche Auswertung zur Verf&#252;gung. Zum ersten Mal konnten die Spionagebilder aus verschiedenen Jahren zusammengesetzt werden zu einem Film, der das rasante Abschmelzen des Meereises im Arktisbereich zeigt. Und zum ersten Mal arbeiteten Wissenschaftler wie Geheimdienstmitarbeiter von fr&#252;her verfeindeten L&#228;ndern fast freundschaftlich zusammen. Aber diese Zeit endete mit der Pr&#228;sidentschaft von G.W. Bush und konnte sp&#228;ter nur teilweise wieder belebt werden. Ein \u201eWimpernschlag in der Geschichte\u201c war die Welt so, wie sie h&#228;tte sein sollen, wenn alles gut werden soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/063630-000-A\/die-klima-spione\/\">&#8222;Die Klima-Spione&#8220; in der ARTE-Mediathek<\/a><br \/>\n(bis 16.12.2017)<\/p>\n<p>(Mehr zum Projekt Medea (Englisch): <a href=\"http:\/\/www.nopp.org\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/85.pdf\">http:\/\/www.nopp.org\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/85.pdf<\/a>) <a href=\"https:\/\/credit-n.ru\/order\/zaymyi-e_zayom-leads.html\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.otc-certified-store.com\/\"><\/a> <span style=\"position:absolute;visibility: collapse;\"><a href=\"https:\/\/zp-pdl.com\/best-payday-loans.php\">https:\/\/zp-pdl.com\/best-payday-loans.php<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donald Trump meint, es g&#228;be keinen Klimawandel, nur Wetter. Was das Wetter der letzten Jahre f&#252;r einen normalen Kleinbauern in Kenia bedeutet, das filmt er zum Teil selbst f&#252;r die Dokumentation \u201eDanke f&#252;r den Regen\u201c, die vorgestern abend in ARTE gezeigt wurde. Kisilu Musyas will sich mit seiner Familie und den Nachbarn einrichten auf die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1701","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1701","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1701"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1701\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}