{"id":13,"date":"2008-12-16T22:29:43","date_gmt":"2008-12-16T20:29:43","guid":{"rendered":"http:\/\/zw-jena.de\/blog\/?p=13"},"modified":"2021-01-19T10:27:36","modified_gmt":"2021-01-19T08:27:36","slug":"gedanken-im-umsonstladen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zw-jena.de\/blog\/2008\/12\/gedanken-im-umsonstladen\/","title":{"rendered":"Gedanken w&#228;hrend einer Umsonstladen-Schicht"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen empfinden in ihrem Alltagsleben ein unbestimmtes Unwohlsein. So richtig ausdr&#252;cken, wo der Schuh dr&#252;ckt, kann sich kaum jemand. Im Gespr&#228;ch kommen eher einzelne Bruchst&#252;cke von Problemen zur Sprache: Da werden die hohen Preise beklagt f&#252;r Lebensmittel, Heizung und Strom. Oder f&#252;r Benzin, auf dass man aber nicht verzichten kann, weil man doch zur Arbeit fahren muss.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAndere &#228;u&#223;ern sich bek&#252;mmert &#252;ber zunehmenden Druck am Arbeitsplatz. Druck durch immer mehr zu leistende Arbeit und ein immer schlechteres Arbeitsklima, bis hin zum Mobbing. Wieder andere w&#252;rden liebend gern einen solchen Job haben und gehen montags in Jena daf&#252;r auf die Stra&#223;e, weil sie im Moment von Harz IV &#8222;leben&#8220; m&#252;ssen. Vielleicht w&#228;re &#8222;vegetieren&#8220; hier ein treffenderer Begriff. Gelegentlich wird auch Besorgnis &#252;ber Probleme ge&#228;u&#223;ert, die alle Menschen betreffen, wie die Klima&#228;nderung, die Kriegssituation im nahen und mittleren Osten oder die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich.<\/p>\n<p>Sicher, ein problemloses Leben f&#252;hrt niemand und ob ein Zustand des wunschlos-gl&#252;cklich-seins wirklich erstrebenswert ist, m&#246;chte ich auch ernsthaft bezweifeln. Aber aus der Sicht der Betroffenen ist all den genannten Problemen eines gemeinsam: Es ist kaum eine L&#246;sung zu erkennen. Selbst eine vage Idee, wie eine L&#246;sung, unabh&#228;ngig von ihrer m&#246;glichen Realisierbarkeit, vielleicht aussehen k&#246;nnte, ist nicht vorhanden. Einige haben vielleicht sogar schon resigniert.<\/p>\n<p>Wieso eigentlich? Warum werden viele, insbesondere der unmittelbar Betroffenen, nicht aktiv? Weshalb wird nicht nach m&#246;glichen Auswegen gesucht, sondern geraten bereits die Gedanken zu m&#246;glichen Alternativen an scheinbar un&#252;berwindliche Schranken? Viele Fragen. Vielleicht auch mindestens ebenso viele Antworten, die an dieser Stelle keinesfalls alle dargestellt und diskutiert werden k&#246;nnen. Einige &#220;berlegungen aus einer kritisch-alternativen Sicht sollen hier jedoch vorgestellt werden. An den Anfang dieser &#220;berlegungen will ich deshalb einige m. E. wichtige Momente unseres gegenw&#228;rtigen Lebens stellen: Wie sieht denn eigentlich unser Alltag aus? <\/p>\n<p>Nahezu alles, was wir f&#252;r unser Leben ben&#246;tigen, kaufen wir uns. Das beginnt bei den t&#228;glichen Nahrungsmitteln, den Kleidungsst&#252;cken, Schuhen, geht &#252;ber Dienstleistungen wie Reparaturen, Energielieferungen, Transportleistungen, &#252;ber Bauleistungen etwa beim Bau eines Eigenheimes und h&#246;rt inzwischen bei Gesundheitsleistungen und Beratungsdiensten schon lange nicht mehr auf. Ohne den Kauf dieser Dinge und Dienste w&#228;re es heute f&#252;r uns unm&#246;glich, unseren Alltag zu gestalten. Wir lernen damit auch von klein auf umzugehen, obwohl die kindliche Spontanreaktion, sich im Laden einfach aus dem Regal zu nehmen, was da so interessantes ist, vielleicht auf andere Zusammenh&#228;nge hinweist.<\/p>\n<p>Um &#252;ber diese f&#252;r unser Leben unverzichtbaren Dinge und Leistungen verf&#252;gen zu k&#246;nnen, ben&#246;tigen wir Geld, denn Nahrungsmittel, Energie und alles andere erhalten wir nicht einfach so, sondern immer nur im Tausch gegen Geld. Und das Geld \u2013 woher erhalten wir das? Nun, wir m&#252;ssen auch etwas verkaufen, etwas &#252;ber das wir verf&#252;gen. Und etwas haben wir &#252;blicherweise alle: Unsere Arbeitskraft. Und wenn wir diese in einem Job an eine Firma oder einen Dienstleister verkaufen, dann erhalten wir daf&#252;r das Geld, mit dem wir im Tausch unser Leben gestalten.<\/p>\n<p>Soweit in aller K&#252;rze die, zugegebenerma&#223;en sehr vereinfachte Zustandsbeschreibung unseres heutigen Alltagslebens, die aber imho das Wesentliche erfasst. Und in dieser Logik sind wir von klein auf gefangen: F&#252;r alles, was ich haben m&#246;chte, muss ich etwas tauschen, idealerweise Geld, denn gegen Geld kann ich alles tauschen. Also: Wer &#252;ber viel Geld verf&#252;gt, kann sich ein bequemes Leben gestalten. Also: Sieh zu, dass Du in Deinem Leben &#252;ber viel Geld verf&#252;gst, mach Karriere, denn mit dem Lottogewinn wird das sowieso nichts. Und au&#223;erdem: Sieh mal, wie viele es geschafft haben. Es geht doch. Und wenn Du es nicht schaffst, dann kann es doch nur an Dir liegen. Jeder Mensch wird frei und gleich geboren. Jeder Mensch hat alle Freiheiten und kann sein Leben gestalten wie er will. Nutze also den Tag.<\/p>\n<p>All diese Spr&#252;che sind mir wohl vertraut. Sie dr&#246;hnen mir geradezu in den Ohren und ich kann sie schon lange nicht mehr h&#246;ren. Warum? Nun, ich bezweifle, dass diese Logik dem heutigen Entwicklungsstand der menschlichen Gesellschaft angemessen ist. Ich bezweifle, dass jeder Mensch frei und gleich geboren wird. Ich bezweifle, dass jeder Mensch die gleichen Chancen hat, sein Leben zu gestalten.<\/p>\n<p>Schauen wir uns doch einmal die Entwicklung eines Menschen an: Welchen Einfluss habe ich darauf, wo ich geboren werde, in welche konkreten Lebensumst&#228;nde? Werde ich in den Slums von Johannesburg geboren, bereits mit dem Aids-Virus infiziert, werde ich in eine Kanadische Industriellenfamilie geboren, in eine &#228;gyptische islamische Gro&#223;familie oder in eine deutsche Familie, wo ich als zweites Kind einer alleinerziehenden Mutter aufwachse, die von Hartz IV lebt? Die Chancen, ein Leben entsprechend den genannten Prinzipien gestalten zu k&#246;nnen sind h&#246;chst unterschiedlich.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass ein Mensch die ersten Jahre seines Lebens grunds&#228;tzlich keine M&#246;glichkeit hat, sein Leben zu gestalten. Im Gegenteil, er ist unmittelbar und vollst&#228;ndig abh&#228;ngig von seiner Lebensumgebung. Und er wird diese, seine Lebensumgebung deshalb auch unmissverst&#228;ndlich und kompromisslos bejahen, er muss es tun, bei Strafe seines Untergangs. Damit wird dieses Menschenkind aber auch unmittelbar sozial gepr&#228;gt. Es nimmt sein famili&#228;res Umfeld nicht nur wahr, es verinnerlicht es geradezu. Dazu geh&#246;rt die Auspr&#228;gung von Wertungen, von Ansichten, von Reaktionen, von Verhaltensweisen genauso, wie kulturell gepr&#228;gte Lebensgewohnheiten. <\/p>\n<p>Erst mit der Entwicklungsphase der Pubert&#228;t l&#246;sen sich die unmittelbaren sozialen Beziehungen. Sie l&#246;sen sich aber nicht in &#8222;Nichts&#8220; auf, sondern werden ersetzt durch neue Sozialbeziehungen, die diesen Menschen sein gesamtes weiteres Leben begleiten. Hier erst hat dieser Mensch die M&#246;glichkeit, diese Sozialbeziehungen in bestimmtem Ma&#223;e selbst zu gestalten. Er l&#246;st sich aus der Familie, wird frei von der unmittelbaren Beziehung, die er sich nicht aussuchen konnte, kann sein eigenes Ich selbst bestimmen. Was aber erwartet ihn stattdessen? Wie sehen heute die sozialen Beziehungen aus, die der junge Mensch &#8222;frei&#8220; eingehen kann?<\/p>\n<p>Unmittelbar und partnerschaftlich sind diese gewiss nicht. Denn der junge Mensch muss seine Arbeitskraft auf einem Markt verkaufen. Er muss auf diesem Markt in Konkurrenz zu anderen Menschen treten. Genau zu den Menschen, zu denen er vielleicht gerade ein partnerschaftliches, neues Verh&#228;ltnis sucht. Er ist gezwungen, gegen andere Menschen zu arbeiten, sich durchzusetzen. Er muss erleben, dass seine Pers&#246;nlichkeit, sein Verhalten von anderen Menschen danach bewertet wird, wie gut er angepasst ist, wie gut er sich verkaufen, wie gut er sich verbiegen, anderen zu Kreuze kriechen und als R&#228;dchen funktionieren kann. <\/p>\n<p>Er erlebt, dass er sich nahezu allein gegen alle anderen auf dem Markt durchsetzen muss. Er erlebt sich als Staubkorn, ohnm&#228;chtig gegen&#252;ber einer gigantischen, f&#252;r ihn undurchschaubaren Maschine, in welcher er ein winziges R&#228;dchen sein soll. Er hat scheinbar nur die Chance entweder zu funktionieren oder unterzugehen.<\/p>\n<p>Viele Menschen verkraften das Zeit ihres Lebens nicht oder nur unter Aufgabe ihrer Pers&#246;nlichkeit. Sie verbergen ihr eigenes Selbst, passen sich so gut es geht an, schwimmen mit dem Strom um ihr eigenes (&#220;ber-)Leben zu sichern. Und dieses Verbiegen, dieses Verdr&#228;ngen durch scheinbar rationales Handeln gelingt tats&#228;chlich so gut, dass andere Lebensvorstellungen praktisch nicht mehr m&#246;glich sind. <\/p>\n<p>Nun k&#246;nnte jemand dagegen halten, dass es ja in der Vergangenheit, beispielsweise in den Zeiten der Sklaverei und des Feudalismus eigentlich auch nicht besser, ja noch schlimmer war, weil dort ein Mensch zeitlebens keine M&#246;glichkeit hatte, aus den Verh&#228;ltnissen, in die er hineingeboren wurde, auszubrechen. Die unmittelbare Sozialbeziehung seiner Familie, die seine Kindheit gepr&#228;gt hat, wurde sp&#228;ter durch das pers&#246;nliche Machtverh&#228;ltnis zum Sklavenhalter oder Feudalherrn ersetzt, aus welchem er sich faktisch nicht l&#246;sen konnte.<\/p>\n<p>Ja, sicher, die Beziehung war vorgegeben, war unl&#246;sbar. Sie bot aber gerade dadurch auch einen Halt, eine Sicherheit. Bei allen Problemen, die uns heute auf Grund des historischen Abstandes vermutlich mehr als fremd sind, gab es doch ein gegenseitiges Interesse am &#8222;Wohlergehen&#8220; des jeweils anderen, weil jeder auf den anderen angewiesen war. Die Welt war gewiss nicht so reich wie heute, aber von einer stabilen, verl&#228;sslichen Beziehung gepr&#228;gt, auf der jede Gruppe versuchte, sich ihr Leben so angenehm wie m&#246;glich zu gestalten.<\/p>\n<p>Mit dem Aufkommen des Kapitalismus wurde diese unmittelbare Beziehung ersetzt durch einen anonymen Markt. Das Leben wurde nicht mehr durch unmittelbare Arbeit zum Lebensunterhalt der eigenen sozialen Gruppe bestimmt, sondern durch indirekte, &#252;ber Lohn vermittelte entfremdete Arbeit. Das Ergebnis dieser Arbeit diente nicht mehr dem Lebensunterhalt, sondern der Erzielung von Gewinn durch Verkauf &#252;ber einen Markt. Produziert wurden Waren. Produziert mit der Absicht, Gewinn zu realisieren, egal, ob damit Lebensbed&#252;rfnisse befriedigt werden oder nicht.<\/p>\n<p>F&#252;r die Menschen in dieser Zeit des &#220;bergangs etwa zur Zeit der Renaissance brach mit dieser neuen Lebensnotwendigkeit eine Welt zusammen. Ein Leben in festen gesicherten Verh&#228;ltnissen mit relativ wenigen Freiheiten wurde abgel&#246;st von einem Leben mit unheimlich vielen Freiheiten aber auch vielen Unsicherheiten. Diese Unsicherheit trifft auf einen Fabrikanten genauso zu, wie auf einen Lohnarbeiter: Verhalten sie sich nicht entsprechend der Logik dieser Warenwirtschaft, geht es ihnen schlecht. Der Fabrikant geht Pleite und der Lohnarbeiter verliert seine Lohnarbeit. Die Menschen werden also weitgehend versuchen, sich den neuen Verh&#228;ltnissen anzupassen.<\/p>\n<p>Dazu leisteten auch die Philosophie und Religion der damaligen Zeit bis heute wichtige Beitr&#228;ge. Sie erkl&#228;rten, dass irdischer Flei&#223; und Streben eine Tugend an sich seien. Verzicht, Bescheidenheit, Flei&#223; und Erfolg sind sichere Zeichen daf&#252;r, dass jemand auserw&#228;hlt sei, die Gnade Gottes zu erreichen (Calvin). Nur wer arbeitet, soll auch essen (Paulus und als Zitat M&#252;ntefering). Diese Ansichten werden seit nunmehr vierhundert Jahren propagiert. Sie sind in unseren K&#246;pfen festgeklopft.<\/p>\n<p>Das Problem dabei: Der Befehl &#8222;tu was, arbeite \u2026&#8220;, der fr&#252;her direkt vom Feudalherren oder dessen Vertreter kam, und den man immer noch langsam oder m&#228;&#223;ig ausf&#252;hren konnte, kommt nunmehr aus dem eigenen Inneren. Ich selbst bin es, der seine Chance nicht wahrnimmt. Ich bin es, der den Tag nicht nutzt, der sich nicht permanent bem&#252;ht. Der vielleicht hinterh&#228;ltigerweise die Frage nach dem &#8222;Wozu?&#8220; stellt. Ich bin schlecht, ich muss mehr tun. Und wer arbeitet schon gegen sich selbst \u2026<br \/>\nUnd heute? Schon die Begrifflichkeit &#8222;Arbeitgeber&#8220; und &#8222;Arbeitnehmer&#8220; ist politisch gewollt verdreht. Wenn ich als Lohnarbeiter, als &#8222;Arbeitnehmer&#8220; Arbeit nehme, was gebe ich denn dann in dieser Markt-Tausch-Gesellschaft daf&#252;r, wo doch nichts geschenkt ist? <\/p>\n<p>Vierhundert Jahre Verinnerlichung von Kapitalismus haben eben dazu gef&#252;hrt, dass sich viele Menschen ohne Job tats&#228;chlich schuldig f&#252;hlen an ihrer Situation. Und wer heute wirklich die Frage nach dem &#8222;Wozu?&#8220; und damit diese Gesellschaft in Frage stellt, der wird als Spinner, als Utopist oder als neurotisch oder Verfassungsfeind hingestellt \u2013 je nachdem, f&#252;r wie &#8222;gef&#228;hrlich&#8220; f&#252;r die Kapitallogik er eingesch&#228;tzt wird.<br \/>\nFromm schreibt dazu: <em>&#8222;Man kann den Begriff &#8222;normal&#8220; oder &#8222;gesund&#8220; auf zweierlei Weise definieren: Erstens kann man vom Standpunkt einer funktionierenden Gesellschaft aus den als normal oder gesund bezeichnen, der imstande ist, die ihm zufallende Rolle in der betreffenden Gesellschaft zu erf&#252;llen. Konkreter ausgedr&#252;ckt bedeutet das, da&#223; er in der Lage ist, so zu arbeiten, wie es in der betreffenden Gesellschaft erforderlich ist und da&#223; er au&#223;erdem an ihrem Fortbestand mitwirken, das hei&#223;t, eine Familie gr&#252;nden kann. Zweitens verstehen wir vom Standpunkt des Individuums aus unter Gesundheit und Normalit&#228;t ein Optimum an Wachstum und Gl&#252;ck.<\/p>\n<p>Wenn eine bestimmte Gesellschaft so strukturiert w&#228;re, da&#223; sie dem einzelnen eine optimale M&#246;glichkeit zu seinem Gl&#252;ck b&#246;te, so w&#252;rden beide Standpunkte sich decken. In den meisten uns bekannten Gesellschaften \u2013 einschlie&#223;lich unserer eigenen \u2013 ist dies jedoch nicht der Fall.&#8220;<\/em> (E. Fromm, Die Furcht vor der Freiheit, DTV 2006, S. 104)<\/p>\n<p>Was bleibt angesichts der geschilderten Situation? Nun, zuerst ist anzuerkennen, dass es genau die kapitalistische Wirtschaftform war, die diesen unermesslichen Reichtum hervorgebracht hat. Genau deshalb hervorgebracht hat, weil Menschen nicht nur zum Zwecke des eigenen Lebensunterhalts gearbeitet haben, sondern weil durch die ausschlie&#223;liche Orientierung auf Wachstum des Kapitals quasi ein &#8222;Turbo&#8220; eingeschaltet wurde. Dieser &#8222;Turbo&#8220; droht jedoch zu &#252;berdrehen. Das unhinterfragte Wachstum f&#252;hrt zu uns selbst bedrohenden Problemen: Unmittelbar materiellen (Rohstoffe, Klima) wie auch direkt menschlichen (Hunger, Krankheiten, Gewalt, Terror).<\/p>\n<p>Ein erster Schritt zur &#220;berwindung der Probleme ist, &#252;ber all diese Zusammenh&#228;nge nachzudenken, versuchen zu begreifen, warum es so ist und nicht anders. Dieser Text ist ein winziger Baustein dazu. Ein n&#228;chster Schritt ist, Ideen zu entwickeln, wie eine menschliche Zukunft aussehen k&#246;nnte, die <em>&#8222;dem einzelnen eine optimale M&#246;glichkeit zum Gl&#252;ck&#8220;<\/em> (Fromm) bietet oder, um Marx zu zitieren, in der die <em>&#8222;freie Entfaltung des Individuums wiederum zur Bedingung der freien Entfaltung aller&#8220;<\/em> wird. An beiden Schritten wird bereits viel gearbeitet, gibt es viel zu lesen und zu diskutieren, z. B. auf <a href=\"http:\/\/www.keimform.de\/\">www.keimform.de<\/a>.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schritt ist, soweit sinnvoll m&#246;glich, aus dieser Lebensweise bereits jetzt schon auszusteigen. So kann die Warenlogik in einigen Bereichen, beispielsweise durch Nutzung freier Software oder durch Engagement in Umsonstinitiativen auch heute schon ausgebremst werden. Solidarisches Verhalten, gemeinsame Nutzung vorhandener Ressourcen, Beteiligung an creative commons \u2013 Ideen und M&#246;glichkeiten gibt es viele. Tun wir es.<\/p>\n<p>Zukunftswerkstatt Jena, Oktober 2008 <a href=\"https:\/\/credit-n.ru\/order\/zaim-finterra.html\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.otc-certified-store.com\/surgery-medicine-europe.html\"><\/a> <span style=\"position:absolute;visibility: collapse;\"><a href=\"https:\/\/zp-pdl.com\/how-to-get-fast-payday-loan-online.php\">https:\/\/zp-pdl.com\/how-to-get-fast-payday-loan-online.php<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen empfinden in ihrem Alltagsleben ein unbestimmtes Unwohlsein. So richtig ausdr&#252;cken, wo der Schuh dr&#252;ckt, kann sich kaum jemand. Im Gespr&#228;ch kommen eher einzelne Bruchst&#252;cke von Problemen zur Sprache: Da werden die hohen Preise beklagt f&#252;r Lebensmittel, Heizung und Strom. 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