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Kernkraft auch in Jena ausschalten!

NEU ab 19. März 2011:

Stadtwerke Jena verzichten auf Atomstrom!!!


Wahrscheinlich wird die radioaktive Wolke nicht wesentlich bis zu uns kommen. Wir haben wieder mal Glück gehabt. Beim Abschalten der deutschen Kernkraftwerke gibt es seit heute Fortschritte. Das Wissen über die Risiken und die Untragbarkeit des „Restrisikos“ wird derzeit in allen Medien propagiert. 

 

Was hat das nun mit Jena zu tun und dem Strom, den wir hier von unseren eigenen Stadtwerken beziehen?

Nach den Angaben der Stadtwerke Jena setzt sich der “Energiemix aus 11 % Kernkraft, 72 % fossilen und sonstigen Energieträgern sowie 17 % erneuerbaren Energien zusammen. Damit sind 625 g/kWh CO2-Emissionen und 0,0003 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden.” 

(Angaben der Stadtwerke Jena auf der Homepage).

 

Deshalb gibt es auch eine Petition für Jena:

Hier kann eine Petition zum Ausstieg der Stadtwerke Jena aus dem Handel mit Atomenergie unterzeichnet werden.

… eine neue Dimension der Gewalt

Robert Jungk schrieb schon vor 33 Jahren:

„Mit der technischen Nutzbarmachung der Kernspaltung wurde der Sprung in eine ganz neue Dimension der Gewalt gewagt. Zuerst richtete sie sich nur gegen militärische Gegner. Heute gefährdet sie die eigenen Bürger. Denn «Atome für den Frieden» unterscheiden sich prinzipiell nicht von «Atomen für den Krieg». Die erklärte Absicht, sie nur zu konstruktiven Zwecken zu benutzen, ändert nichts an dem lebensfeindlichen Charakter der neuen Energie. Die Bemühungen, diese Risiken zu beherrschen, können die Gefährdungen nur zu einem Teil steuern. Selbst die Befürworter müssen zugeben, daß es niemals gelingen wird, sie ganz auszuschließen. Der je nach Einstellung als kleiner oder größer anzustehende Rest von Unsicherheit birgt unter Umständen solch immenses Unheil, daß jeder bis dahin vielleicht gewonnene Nutzen daneben verblassen muß.

Ein durch technisches Versagen, menschliche Unzulänglichkeit oder böswillige Einwirkung hervorgerufene Atomkatastrophe würde nicht nur unmittelbar größten Schaden stiften, sondern über Jahrzehnte, Jahrhunderte, unter Umständen sogar Jahrtausende weiterwirken. Dieser Griff in die Zukunft, die Angst vor den Folgeschäden der außer Kontrolle geratenen Kernkraft wird zur größten denkbaren Belastung der Menschheit: Sei es als Giftspur, die unauslöschlich bleibt, sei es auch nur als Schatten einer Sorge, die niemals weichen wird.“

An dieses Zitat erinnern die Webseiten des Zukunftswerkstätten-Vereins.

Hier finden sich auch Gedanken zu „Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima: Dreimal eine Milliarden Jahre“ und „Menschliche Schöpferkraft statt Atomkraft“

Außerdem verweise ich nochmal auf die Informationen über die Kernkraft auf den Zukunftswerkstatt-Webseiten.

Außerdem:

Es reicht: Weg mit der Kernkraft!

Selber was tun: Abschalten!!!!
Hier kann der Appell von Campact unterzeichnet werden:

Fukushima heißt: Abschalten!

 


Als ich mich gestern mit Japan beschäftigte, war das Land schon im Katastrophenzustand. Da ich gerade zu Hause war, lief seither der Fernseher in Dauerberichterstattung.

Auch für mich stellt sich bei jeder dieser Katastrophen die Frage, die spätestens seit dem Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 immer wieder – auch ohne religiösen Bezug – gestellt wird: Weiterlesen

Der Klimawandel und die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke

Anfang September 2010 entschied die Regierung Merkel/Westerwelle/Seehofer in einer Nachtsitzung die „Eckpunkte“ für die in der Koalitionsvereinbarung bereits festgelegten längeren Laufzeiten für die Kernkraftwerke in Deutschland: Ältere Kraftwerke sollen um etwa acht Jahre und jüngere um etwa 12 Jahre länger in Betrieb sein, als in dem Ausstiegsszenario der Schröder-Regierung vorgesehen ist. Da die Vorgaben nicht zeitlich definiert, sondern über zu produzierende, begrenzt übertragbare Strommengen festgelegt werden, können folgende Laufzeiten für den Betrieb von Kernkraftwerken angenommen werden: Weiterlesen

Nachtrag zur Laufzeitenverlängerung

Wenn ich gestern bemerkte, dass mich der Politikstil im Zusammenhang mit der Laufzeitenverlängerung der Kernkraftwerke fatal an die letzten Jahre der DDR erinnert, dann bedarf das einer Ergänzung. Es sei bestimmt dagegen zu halten, dass im Gegensatz zur DDR heute demokratische Verhältnisse herrschen und keinesfalls eine Diktatur. Und außerdem gebe es ja Meinungsfreiheit – schließlich ist ja dieser Blogbeitrag der beste Beweis für diese Meinungsfreiheit.

Wohl wahr – ich empfehle deshalb zwei Dokumentationen, die von der ZDF-Sendung Frontal 21 erstellt wurden, die genau die Funktion dieser Demokratie im Zusammenhang mit der Energieproblematik beschreiben. Nebenbei: Ein „Geschmäckle“ haben dabei auch die Sendezeiten …

  1. „Der große Bluff“, gesendet am 6. September 2010 um 03:25 Uhr
  2. „Das Kartell im Würgegriff der Konzerne“, gesendet am 5. September 2010 um 02:25 Uhr

Viel Spaß beim anschauen.