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	<title>Zukunftswerkstatt Jena &#187; Klima</title>
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	<description>... nur wenn wir es nicht wagen, ist es schwer (nach Seneca)</description>
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		<title>Mit dem Klimanetz (Region Jena) beim Umwelttag</title>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 12:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Anders leben]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Wir beteiligen uns von Anfang an am Klimanetz-Region Jena. Wie in jedem Jahr fand in Jena am 28.5. ein Umwelttag statt. Wir beteiligten uns hier mit Informationen zum Klimawandel und der M&#246;glichkeit, an einem Laptop den eigenen CO2-Fu&#223;abdruck (siehe auch hier) zu ermitteln. &#160; Ohne die Werte zu nennen, k&#246;nnen wir zusammen fassen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table >
<tr>
<td><a href="http://www.thur.de/philo/bilder/blogs/umwelttag_3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-935" title="umwelttag_1" src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/umwelttag_14.jpg" alt="" width="176" height="150" /></a>
 </td>
<td width="20">&nbsp; </td>
<td>Wir beteiligen uns von Anfang an am <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=155220&amp;_nav_id1=">Klimanetz-Region Jena</a>. Wie in jedem Jahr fand <a href="://www.jenapolis.de/61472/14-jenaer-umwelttag-am-sonnabend-in-der-goethe-galerie/">in Jena am 28.5. ein Umwelttag</a> statt. </td>
</tr>
</table>
<p>Wir beteiligten uns hier mit Informationen zum Klimawandel und der M&#246;glichkeit, an einem Laptop den eigenen <a href="http://www.footprintnetwork.org/de/index.php/GFN/page/carbon_footprint/">CO<sub>2</sub>-Fu&#223;abdruck</a> (siehe auch <a href="http://reset.to/handeln/dein-oekologischer-fussabdruck-co2-footprint">hier</a>) zu ermitteln.<br />
<span id="more-918"></span><br />
&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-931" title="umwelttag_2" src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/umwelttag_22.jpg" alt="" width="368" height="268" /></p>
<p>Ohne die Werte zu nennen, k&#246;nnen wir zusammen fassen, dass wir mit den Teilnehmenden ein ganzes St&#252;ck unter dem deutschen Durchschnitt lagen. Wahrscheinlich lag das daran, dass sich an der Berechnung gestern vorwiegend &#246;kologisch orientierte Menschen beteiligten und Studierende, bei denen es von der Wohnsituation und den finanziellen M&#246;glichkeiten her schon prinzipiell Einschr&#228;nkungen gibt. Interessant war es, zu beobachten, wie die jeweiligen Einflussgr&#246;&#223;en sich auswirkten. Wer beispielsweise t&#228;glich zwischen Jena und Erfurt pendeln muss, erh&#246;ht seinen CO<sub>2</sub>-Fu&#223;abdruck auch dann &#252;berproportional, wenn er mit dem Nahverkehr und Zug reist.</p>
<p>Es wurde ziemlich deutlich, dass den M&#246;glichkeiten, durch individuelle Verhaltens&#228;nderungen dem Klimaproblem beizukommen, zwar nicht unwichtig sind, aber auch ihre Grenzen haben, die in systemischen, strukturellen Verh&#228;ltnissen begr&#252;ndet sind.</p>
<p>P.S.</p>
<ul>
<li>Unseren CO<sub>2</sub>-Rechner (Excel-basiert) <a href="http://www.umsonsttraum.org/self/download.html">gibts hier&#8230;</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Kohle f&#252;r Kohle</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2011/02/keine-kohle-fuer-kohle/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 14:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Reiner von unsrer Zukunftswerkstatt hatte in einem Vortrag schon vor einigen Wochen ausf&#252;hrlich begr&#252;ndet, warum es nicht einmal kommerziell f&#252;r kommunale Stadtwerke Sinn macht, sich an Kohlekraftwerken zu beteiligen. Jetzt ist es m&#246;glich, sich mit einem Schreiben an die Chefs der Stadtwerke zu wenden, um sie aufzufordern, sich nicht am Kohlekraftwerk Krefeld zu beteiligen. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/kohle.jpg" alt="" title="kohle" width="215" height="118" class="alignright size-full wp-image-755" /></p>
<p>Reiner von unsrer <a href="http://www.zw-jena.de">Zukunftswerkstatt</a> hatte in einem Vortrag schon vor einigen Wochen ausf&#252;hrlich begr&#252;ndet, warum es nicht einmal kommerziell f&#252;r kommunale Stadtwerke Sinn macht, sich an Kohlekraftwerken zu beteiligen. Jetzt ist es m&#246;glich, sich mit einem Schreiben an die Chefs der Stadtwerke zu wenden, um sie aufzufordern, sich nicht am Kohlekraftwerk Krefeld zu beteiligen. Wenn Sie dies m&#246;chten, k&#246;nnen Sie die <a href="http://www.campact.de/klima/sn13/signer">Online-Aktion von Campact unterzeichnen</a>. </p>
<p>Es geht dabei um die Stadtwerke Flensburg, Jena, Soest und Ulm,<br />
um die &#220;berlandwerk Fulda AG, die enwor Herzogenrath und die die ENNI Moers. </p>
<p>Aus dem Vortrag von Reiner zwei Screenshots:</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/bild01.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/bild01.png" alt="" title="Proteste in Krefeld gegen das Trianel Kohlekraftwerk" width="540" height="382" class="alignnone size-full wp-image-768" /></a></p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/bild02.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/bild02.png" alt="" title="zuk&#252;nftig stark schwankendes Stromaufkommen" width="540" height="386" class="alignnone size-full wp-image-769" /></a></p>
<p>Interessenten k&#246;nnen sich die Visualisierung des Vortrages als <a href="http://zw-jena.de/pdfs/keine_kohle_fuer_jena.pdf">pdf-Dokument herunterladen</a> (ca. 1,2 Mb).</p>
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		</item>
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		<title>Forum f&#252;r Verbindung von Linkem und Nachhaltigem</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2010/12/forum-fuer-verbindung-von-linkem-und-nachhaltigem/</link>
		<comments>http://zw-jena.de/blog/2010/12/forum-fuer-verbindung-von-linkem-und-nachhaltigem/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 19:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die LINKE hat ein neues Webprojekt: den Blog &#8220;nachhaltig- links.de&#8221;. Den Titel finde ich gut gew&#228;hlt. Die Thematik selbst betrifft die Verbindung von zentralen Fragestellung der zuk&#252;nftigen Entwicklung. Derzeit gibt es Beitr&#228;ge zum Klimagipfel in Cancun, zu Fragen der aktuellen Energiepolitik (Preise und &#214;kostrom) sowie zu grunds&#228;tzlichen Fragen des Wachstums.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nachhaltig-links.de/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-687" title="nl" src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/nl-300x80.gif" alt="" width="300" height="80" /></a></p>
<p>Die LINKE hat ein neues Webprojekt: den Blog <a href="http://www.nachhaltig-links.de/">&#8220;nachhaltig- links.de&#8221;</a>. Den Titel finde ich gut gew&#228;hlt. Die Thematik selbst betrifft die Verbindung von zentralen Fragestellung der zuk&#252;nftigen Entwicklung. Derzeit gibt es Beitr&#228;ge zum Klimagipfel in Cancun, zu Fragen der aktuellen Energiepolitik (Preise und &#214;kostrom) sowie zu grunds&#228;tzlichen Fragen des Wachstums.</p>
<p><a href="http://www.nachhaltig-links.de/index.php/debatte-1/grenzen-des-wachstums"><img alt="" src="http://www.nachhaltig-links.de/images/stories/debatte%20banner.jpg" class="aligncenter" width="200" height="102" /></a></p>
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		<title>Warum wir nicht zufrieden sind mit den Ergebnissen von Cancun</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2010/12/warum-wir-nicht-zufrieden-sind-mit-den-ergebnissen-von-cancun/</link>
		<comments>http://zw-jena.de/blog/2010/12/warum-wir-nicht-zufrieden-sind-mit-den-ergebnissen-von-cancun/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 18:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[Anscheinend k&#246;nnen wir uns wieder zur&#252;cklehnen und daran glauben, dass die M&#228;chtigen dieser Welt auch das Klimaproblem in den Griff bekommen werden&#8230; Nur dieser Effekt kann der Grund daf&#252;r sein, dass die Bedenken des Vertreters aus Bolivien einfach so &#8220;zu Protokoll&#8221; genommen wurden und alle sich im gefundenen &#8220;Klimakompromiss&#8221; vereinen. Denn der Inhalt selbst ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anscheinend k&#246;nnen wir uns wieder zur&#252;cklehnen und daran glauben, dass die M&#228;chtigen dieser Welt auch das Klimaproblem in den Griff bekommen werden&#8230;</p>
<p>Nur dieser Effekt kann der Grund daf&#252;r sein, dass die Bedenken des Vertreters aus Bolivien einfach so &#8220;zu Protokoll&#8221; genommen wurden und alle sich im gefundenen &#8220;Klimakompromiss&#8221; vereinen. Denn der Inhalt selbst ist das Papier nicht wert, auf dem das Ganze steht. An dieser Stelle dokumentieren wir einige Quellen, die den bolivianischen Widerspruch erl&#228;utern:</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-675" title="kdg" src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/kdg-300x42.gif" alt="" width="300" height="42" /><span id="more-674"></span></p>
<p><a href="http://klima-der-gerechtigkeit.de/2010/12/11/verhandlungen-zivilgesellschaft">Verhandlungen weit weg von der Zivilgesellschaft:</a></p>
<p><em>11. Dezember 2010, von Bj&#246;rn Ecklundt</em></p>
<p>Die Zivilgesellschaft ist auf dem Klimagipfel in Cancún zwar nicht<br />
ausgeschlossen, aber doch auch nicht richtig dabei. Die Gespr&#228;che finden im<br />
Moon Palace statt, die St&#228;nde der NGO sind in CancunMesse aufgestellt.<br />
Zwischen beiden Orten f&#228;hrt ein Shuttlebus, der 20 Minuten braucht. Das<br />
Forum f&#252;r die Zivilgesellschaft findet 30 km entfernt statt.</p>
<p>Camilla Moreno findet das symptomatisch f&#252;r die Verhandlungen. Inhaltlich<br />
haben sich die Verhandler von der Zivilgesellschaft entfernt und bieten die<br />
falschen L&#246;sungen an, so Moreno. So setzen sie stark auf technische<br />
L&#246;sungen, die aber die die wahren Ursachen der Klimakrise nicht anpacken.<br />
Die Auswirkungen von solchen technischen L&#246;sungen auf soziale Strukturen und<br />
die Umwelt w&#252;rden dabei v&#246;llig au&#223;er Acht gelassen.</p>
<p>Den Menschen werde vorgemacht, es sei m&#246;glich den Klimawandel durch eine<br />
einfache Reform der Wirtschaft in den Griff zu bekommen und jeder k&#246;nne gr&#252;n<br />
und nachhaltig sein. Camilla Moreno sieht darin eine Gefahr, wie sie im<br />
Interview klar macht.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=odm7c8G8dYg ">Interview mit Camilla Moreno, Friends of the Earth Brazil </a></p>
<hr /><a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2010/12/12/bolivianische_dickschaedel/"><br />
Latin@rama: </a></p>
<p>12.12.2010</p>
<p><strong>Bolivianische Dicksch&#228;del</strong></p>
<p>Boliviens Widerstand auf dem Weltklimagipfel gr&#252;ndet auf dem<br />
&#246;kosozialistischen Programm der Regierung Morales</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2010/12/12/bolivianische_dickschaedel/">weiter&#8230;</a></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2010/12/Morales-Sol%C3%B3n-Cochabamba1-261x300.jpg" alt="" width="261" height="300" /></p>
<p style="text-align: center;">Evo Morales und Pablo Solón im April auf dem<br />
Alternativen Klimagipfel von Cochabamba</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zeitungsbericht zur Klimaschutzaktion</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2010/10/zeitungsbericht-zur-klimaschutzaktion/</link>
		<comments>http://zw-jena.de/blog/2010/10/zeitungsbericht-zur-klimaschutzaktion/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 15:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber die Klimaaktion in Jena vom &#8220;KlimaNetz Region Jena&#8221; wurde in der Zeitung recht ausf&#252;hrlich berichtet. Die Frage des Klimawandels umfasst ja viele verschiedene Themen, es ist fast unm&#246;glich, alle ausf&#252;hrlich zu behandeln und sich in allen Gebieten zu engagieren. Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen ins KlimaNetz Region Jena. Postadresse: KlimaNetz Region Jena, PF [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/10/121010.gif" alt="" title="121010" width="276" height="196" class="aligncenter size-full wp-image-613" /></p>
<p>&#220;ber die Klimaaktion in Jena vom <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=155220&amp;_nav_id1=">&#8220;KlimaNetz Region Jena&#8221;</a> wurde in der Zeitung recht ausf&#252;hrlich berichtet. Die Frage des Klimawandels umfasst ja viele verschiedene Themen, es ist fast unm&#246;glich, alle ausf&#252;hrlich zu behandeln und sich in allen Gebieten zu engagieren. Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen ins KlimaNetz Region Jena.</p>
<p>Postadresse:<br />
KlimaNetz Region Jena, PF 10 04 26, 07704 Jena</p>
<p>Mail:<br />
klimanetz[at]jenamail.de</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Klimawandel erfordert politische und wirtschaftliche Wende</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2010/10/klimawandel-erfordert-politische-und-wirtschaftliche-wende/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 17:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Im Moment ballen sich die Aktivit&#228;ten mehrerer Gruppierungen in der ganzen Welt, die sich wegen der wachsenden Gefahr des Klimawandels f&#252;r politische und wirtschaftliche Konsequenzen einsetzen. Wer die Augen nicht v&#246;llig verschlie&#223;t, dem begegnet neuerdings sogar im gesch&#228;ftigen Shopping-Alltag das Klimathema. So gibt es eine Ausstellung &#8220;Das Klima sch&#252;tzen kann jeder!&#8221; der Verbrauchersch&#252;tzer. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tr>
<td><img src="http://philosophenstuebchen.files.wordpress.com/2010/10/bild1.gif" alt="" title="bild" width="125" height="125" class="alignleft size-full wp-image-2726" /> </td>
<td width="10">&nbsp; </td>
<td>
Im Moment ballen sich die Aktivit&#228;ten mehrerer Gruppierungen in der ganzen Welt, die sich wegen der wachsenden Gefahr des Klimawandels f&#252;r politische und wirtschaftliche Konsequenzen einsetzen. Wer die Augen nicht v&#246;llig verschlie&#223;t, dem begegnet neuerdings sogar im gesch&#228;ftigen Shopping-Alltag das Klimathema. So gibt es eine <a href="http://www.verbraucherfuersklima.de/cps/rde/xchg/projektklima/hs.xsl/4513.htm">Ausstellung &#8220;Das  Klima sch&#252;tzen kann jeder!&#8221;</a> der Verbrauchersch&#252;tzer. Da geht es vor allem um das <em>allt&#228;gliche Verhalten und M&#246;glichkeiten des eigenen Beitrags </em>zur Reduzierung der Gefahr. </td>
</tr>
</table>
<p>Andere Bewegungen haben eine andere Ausrichtungen, so die Bewegung &#8220;350&#8243; und &#8220;Climate Justice Action&#8221;&#8230; </p>
<p>Dar&#252;ber, und &#252;ber eine <strong>Jenaer Aktivit&#228;t am 12.10</strong>, gibts <a href="http://philosophenstuebchen.wordpress.com/2010/10/10/klimagerechtigkeit-aktionen-auf-der-ganzen-welt/">mehr im Philosophenst&#252;bchen-Blog</a>&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Demo gegen die Laufzeitverl&#228;ngerung</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2010/09/demo-gegen-die-laufzeitverlaengerung/</link>
		<comments>http://zw-jena.de/blog/2010/09/demo-gegen-die-laufzeitverlaengerung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 20:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Atom]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war eine beeindruckende Demonstration. Beeindruckend von der Anzahl der Teilnehmer her, beeindruckend von der Vielfalt der Teilnehmer her und beeindruckend von der Ideenvielfalt. M&#228;chtig. Bunt. Lebendig. Einige Bilder sind hier zu sehen. Weitere Bilder gibt es hier: Der Platz am Hauptbahnhof war einfach nur voll &#8211; ein dichteres Herankommen an die Hauptb&#252;hne war um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war eine beeindruckende Demonstration. Beeindruckend von der Anzahl der Teilnehmer her, beeindruckend von der Vielfalt der Teilnehmer her und beeindruckend von der Ideenvielfalt. M&#228;chtig. Bunt. Lebendig. Einige Bilder sind hier zu sehen.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_00.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_00.jpg" alt="" title="Demo gegen Laufzeitverl&#228;ngerung" width="250" height="188" class="alignnone size-full wp-image-603" /></a></p>
<p>Weitere Bilder gibt es hier:<span id="more-586"></span></p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_01.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_01.jpg" alt="" title="Der Platz am Hauptbahnhof war einfach nur voll" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-587" /></a></p>
<p>Der Platz am Hauptbahnhof war einfach nur voll &#8211; ein dichteres Herankommen an die Hauptb&#252;hne war um 12:30 Uhr faktisch nicht m&#246;glich.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_02.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_02.jpg" alt="" title="bunt und ideenreich" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-588" /></a></p>
<p>Bunt und ideenreich waren die Plakate &#8211; hier nicht ganz so gut lesbar steht &#252;ber dem Portrait der Bundeskanzlerin: Deutschland bucht den Supergau.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_03.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_03.jpg" alt="" title="Trommelbegleitung" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-589" /></a></p>
<p>Wie immer bei Demonstrationen dieser Art: Trommelbegleitung allerorten. Dankesch&#246;n.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_04.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_04.jpg" alt="" title="Trotz Regen bunt" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-590" /></a></p>
<p>Auch Petrus zeigte sich insgesamt unserem Anliegen recht zugetan. Und als es dann doch ein paar Tropfen regnete, war es trotz Regens bunt.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_05.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_05.jpg" alt="" title="Sitzblockadetraining" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-591" /></a></p>
<p>Zum Abschluss des Demonstarationszuges gab es ein Sitzblockadetraining &#8211; in Vorbereitung auf den November in Gorleben &#8230;</p>
<p>Wer die Bilder auch bewegt sehen m&#246;chte, der sei auf den Demofilm der Initiative .ausgestrahlt verwiesen: <a href="http://www.ausgestrahlt.de/demofilm">Demofilm</a>.</p>
<p>Einen Abstrich muss ich jedoch erw&#228;hnen: Das bei solchen Demos scheinbar unvermeidliche Geschacher um die Teilnehmerzahl. Ist es letztlich nicht gleichg&#252;ltig, ob Hunderttausend oder mehrere Zehntausende? </p>
<p>Viel wichtiger erscheint mir die reflexartige Reaktion der schwarz-gelben Regierung (FDP-Generalsekret&#228;r Lindner und Unions-Fraktionsvize Fuchs), dass die Meinung der Teilnehmer an der Demonstration nicht die Mehrheitsmeinung der Bev&#246;lkerung sei. [Quelle: <a href="http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=6912830/1964q4t/">SWR-Nachrichten</a>] Eine solche Reaktion zeigt mir, dass diese Leute Muffensausen haben. Sonst w&#252;rden sie die Demo einfach ignorieren. Und dass sie das nicht k&#246;nnen, das sehe ich als einen wichtigen Erfolg. Die tats&#228;chliche Anzahl der Teilnehmer ist sowieso nicht zu ermitteln&#8230;</p>
<p>Tatsache ist, dass unsere Stimme offensichtlich wohl vernommen wurde.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Klimawandel und die Laufzeitverl&#228;ngerung der Kernkraftwerke</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 11:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Atom]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang September 2010 entschied die Regierung Merkel/Westerwelle/Seehofer in einer Nachtsitzung die „Eckpunkte“ f&#252;r die in der Koalitionsvereinbarung bereits festgelegten l&#228;ngeren Laufzeiten f&#252;r die Kernkraftwerke in Deutschland: &#196;ltere Kraftwerke sollen um etwa acht Jahre und j&#252;ngere um etwa 12 Jahre l&#228;nger in Betrieb sein, als in dem Ausstiegsszenario der Schr&#246;der-Regierung vorgesehen ist. Da die Vorgaben nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang September 2010 entschied die Regierung Merkel/Westerwelle/Seehofer in einer Nachtsitzung die „Eckpunkte“ f&#252;r die in der Koalitionsvereinbarung bereits festgelegten l&#228;ngeren Laufzeiten f&#252;r die Kernkraftwerke in Deutschland: &#196;ltere Kraftwerke sollen um etwa acht Jahre und j&#252;ngere um etwa 12 Jahre l&#228;nger in Betrieb sein, als in dem Ausstiegsszenario der Schr&#246;der-Regierung vorgesehen ist. Da die Vorgaben nicht zeitlich definiert, sondern &#252;ber zu produzierende, begrenzt &#252;bertragbare Strommengen festgelegt werden, k&#246;nnen folgende Laufzeiten f&#252;r den Betrieb von Kernkraftwerken angenommen werden:<span id="more-569"></span></p>
<p><strong>Neue Restlaufzeiten der deutschen Kernkraftwerke</strong></p>
<table  border="1" cellpadding="3" cellspacing="0">
<tr>
<th>Kernkraftwerk</th>
<th>Nennleistung in Megawatt</th>
<th>Betrieb seit</th>
<th>Abschaltung bisher vorgesehen</th>
<th>M&#246;gliche neue Laufzeit</th>
</tr>
<tr>
<td><strong>BADEN-W&#220;RTTEMBERG</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Neckarwestheim I</td>
<td>840</td>
<td>1976</td>
<td>2011</td>
<td>Bis 2019</td>
</tr>
<tr>
<td>Neckarwestheim II</td>
<td>1.395</td>
<td>1989</td>
<td>2022</td>
<td>Bis 2036</td>
</tr>
<tr>
<td>Philippsburg I</td>
<td>926</td>
<td>1980</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Philippsburg II</td>
<td>1.458</td>
<td>1985</td>
<td>2018</td>
<td>Bis 2032</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>BAYERN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Isar I, Essenbach</td>
<td>912</td>
<td>1979</td>
<td>2011</td>
<td>Bis 2019</td>
</tr>
<tr>
<td>Isar II</td>
<td>1.475</td>
<td>1988</td>
<td>2020</td>
<td>Bis 2034</td>
</tr>
<tr>
<td>Grafenrheinfeld</td>
<td>1.345</td>
<td>1982</td>
<td>2014</td>
<td>Bis 2028</td>
</tr>
<tr>
<td>Gundremmingen B</td>
<td>1.344</td>
<td>1984</td>
<td>2015</td>
<td>Bis 2030</td>
</tr>
<tr>
<td>Gundremmingen C</td>
<td>1.344</td>
<td>1985</td>
<td>2016</td>
<td>Bis 2030</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>HESSEN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Biblis A</td>
<td>1.225</td>
<td>1975</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Biblis B</td>
<td>1.300</td>
<td>1977</td>
<td>2011</td>
<td>Bis 2019</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>NIEDERSACHSEN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Unterweser, Esensham</td>
<td>1.410</td>
<td>1979</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Grohnde</td>
<td>1.430</td>
<td>1985</td>
<td>2018</td>
<td>Bis 2032</td>
</tr>
<tr>
<td>Emsland, Lingen</td>
<td>1.400</td>
<td>1988</td>
<td>2020</td>
<td>Bis 2034</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>SCHLESWIG-HOLSTEIN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr >
<td>Brunsb&#252;ttel</td>
<td>806</td>
<td>1976</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Kr&#252;mmel, Geesthacht</td>
<td>1.402</td>
<td>1984</td>
<td>2019</td>
<td>Bis 2033</td>
</tr>
<tr>
<td>Brokdorf</td>
<td>1440</td>
<td>1986</td>
<td>2019</td>
<td>Bis 2033</td>
</tr>
</table>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/reststrommengen102.html">[Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/reststrommengen102.html]<br />
</a></p>
<p>Nach dieser &#220;bersicht w&#252;rde als letztes Kraftwerk Neckarwestheim II im Jahr 2036 vom Netz gehen. </p>
<p><strong>Deutschlands Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels</strong></p>
<p>Andererseits gibt sich die Bundeskanzlerin weltweit als Vorreiterin des Kampfes gegen den Klimawandel und sieht sich und ihre Politik als weltweit beispielgebend. Das kam auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm zum Ausdruck und zeigt auch die Bezeichnung „Klimakanzlerin“, die sie nie verleugnet hat.</p>
<p>Was bedeutet nun „Kampf gegen den Klimawandel“ heute? &#8211; Der letzte Bericht des IPCC belegte, dass eine Eind&#228;mmung einer globalen Erh&#246;hung der Temperatur derart, dass deren Folgen kaum sp&#252;rbar sind, bereits nicht mehr m&#246;glich ist. Es geht heute darum, die Erh&#246;hung auf maximal 2 Grad zu begrenzen, was als gerade noch beherrschbar betrachtet wird und gravierende &#196;nderungen unseres Klimas nach sich ziehen wird. Was eine H&#228;ufung von Wetterextremen praktisch bedeuten, davon lieferte das Jahr 2010 einen leichten Vorgeschmack. </p>
<p>Als wichtigste Ma&#223;nahme, um dieses Ziel mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit zu erreichen, ist es aus Sicht des IPCC n&#246;tig, die durch menschliche T&#228;tigkeit verursachten CO2-Emissionen bis 2050 weltweit auf 50%-80% des Wertes von 1990 zu reduzieren. Deutschland hat sich in diesem Zusammenhang verpflichtet, bis 2020 die CO2-Emission um 40% gegen&#252;ber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Diese Verpflichtung stammt aus den 1990-er Jahren und der zugrundeliegende Zeithorizont ist heute unzureichend.<br />
Zum Einen deshalb, weil die Begrenzung der Klimaver&#228;nderungen durch bereits geschaffene Tatsachen nur noch in einem Zeithorizont von 50 bis 100 Jahren betrachtet werden kann und deshalb die Forderung des IPCC f&#252;r die Industriestaaten lautet, bis 2050 eine CO2-Reduzierung von 80%-95% gegen&#252;ber 1990 zu erreichen. Eine Betrachtungsweise nur bis 2020 oder ganz und gar in Zeithorizonten von Legislaturperioden einer Regierung ist also nicht angebracht. Zum Anderen deshalb, weil viele Kraftwerke auf eine Nutzungsdauer von einigen Jahrzehnten ausgelegt sind und mit einem Neubau von Kraftwerken heute die Entscheidungen getroffen werden, ob die Reduktionsziele des IPCC erreicht werden k&#246;nnen. Aktuelle Neubaupl&#228;ne von Braunkohle-Gro&#223;kraftwerken, welche die Grundlast abdecken, sind damit offensichtlich nicht in Einklang zu bringen.</p>
<p>Eine Verl&#228;ngerung der Laufzeit von Kernkraftwerken erscheint in diesem Zusammenhang als plausibler Weg, um das angegebene Ziel der Emissionsreduzierung zu erreichen: Im laufenden Betrieb emittieren diese Kraftwerke faktisch kein CO2 und eine ihrer Laufzeitverl&#228;ngerung scheint technisch ohne allzu gro&#223;en Aufwand machbar. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Zuerst einmal wegen der nach wie vor ungekl&#228;rten Frage der Endlagerung der radioaktiven Abfallprodukte. Desweiteren wegen der unkalkulierbaren Risiken im Betrieb der Kraftwerke &#8211; keine Versicherung ist bereit die diesbez&#252;glichen Risiken zu versichern. Darauf soll aber an dieser Stelle gar nicht eingegangen werden. Ein weiterer Widerspruch tut sich auf, ein Widerspruch zu der Aussage, dass letztendlich die Kernkraft eine „Br&#252;ckentechnologie“ sein soll, hin zur vollst&#228;ndigen Elektroenergiegewinnung aus erneuerbaren Energien.</p>
<p>Eine Br&#252;cke hat f&#252;r mich zuerst den Aspekt des Verbindenden. In diesem Fall ist also Kernkraft eine Technik, die den &#220;bergang zur immer st&#228;rkeren Verwendung von erneuerbaren Energien f&#246;rdert. Mit der beschlossenen Laufzeitverl&#228;ngerung passiert jedoch das genaue Gegenteil: Die Entwicklung der erneuerbaren Energien wird ausgebremst. Der Grund daf&#252;r ist ein rein technischer, er kann also nicht durch politisches Sch&#246;nreden beseitigt werden.</p>
<p><strong>„Klassischer“ Lastgang bei konventioneller Stromerzeugung</strong></p>
<p>Um diesen Zusammenhang darzustellen, muss zuerst einmal betrachtet werden, wie sich der Elektroenergieverbrauch im Verlauf eines Tages entwickelt. Dieser ist keineswegs konstant, sondern hat einen charakteristischen Verlauf:</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_01_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_01_400.png" alt="" title="klassischer Lastgang" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-575" /></a></p>
<p>Abbildung 1: Tagesgang des Elektroenergieverbrauchs</p>
<p>In den Morgenstunden nimmt der Verbrauch immer mehr zu um nach einer Spitze wieder abzusinken. In der Tagesmitte zeigt sich eine weitere Spitze. Abends sinkt der Verbrauch wieder deutlich.</p>
<p>Da im Energienetz zu jeder Zeit die Einspeisung und der Verbrauch von Elektroenergie gleich sein m&#252;ssen, bedeutet das praktisch, dass je nach Bedarf Kraftwerke zu- bzw. abgeschaltet werden m&#252;ssen. Das ist aber nicht mit jedem Kraftwerk technisch machbar. Deshalb werden verschiedene Typen von Kraftwerken unterschieden:</p>
<ul>
<li>Grundlastkraftwerke &#8211; sie laufen kontinuierlich rund um die Uhr und sind nur sehr schwer regelbar. Wasserkraftwerke, Kernkraftwerke und gro&#223;e Braunkohlenkraftwerke laufen heute in Deutschland als Grundlastkraftwerke. Um ein solches Kraftwerk anzufahren bedarf es einiger Stunden, bei &#228;lteren Kernkraftwerken sogar Tage, bis diese stabil im Grundlastbetrieb laufen. Die Leistung der Grundlastkraftwerke insgesamt ist so ausgelegt, dass der Minimalbedarf gerade abgedeckt wird.</li>
<li>Mittellastkraftwerke &#8211; sie liefern nach Bedarf Elektroenergie, jedoch ist dieser Bedarf absehbar. Die Betreiber dieser Kraftwerke wissen also genau, wann sie am Netz sein m&#252;ssen und richten den Betrieb des Kraftwerkes darauf aus. F&#252;r die Mittellast werden oft Steinkohlenkraftwerke eingesetzt</li>
<li>Spitzenlastkraftwerke &#8211; sie liefern die Energie im Spitzenlastbereich. Ob sie ben&#246;tigt werden oder nicht, wissen die Kraftwerksbetreiber nicht. Deshalb m&#252;ssen diese Kraftwerke sehr schnell, &#252;blicherweise innerhalb weniger Minuten, hoch- und heruntergefahren werden k&#246;nnen. Hierf&#252;r kommen typischerweise Pumpspeicherwerke oder Gasturbinenkraftwerke zum Einsatz.</li>
</ul>
<p>Um den Lastgang eines Tages absichern zu k&#246;nnen, wird alle 15 Minuten der Bedarf ermittelt und an die Betreiber der Kraftwerke jeweils die Lastanforderung weitergegeben, die dann die Kraftwerke entsprechend fahren. Dieser Vorgang, zus&#228;tzlichen Bedarf abzufordern, wird als Dispatch bezeichnet.</p>
<p><strong>Lastgang bei hohem Anteil erneuerbarer Energien</strong></p>
<p>Nun kommen aber zunehmend erneuerbare Energien hinzu. Eine technische Besonderheit dieser Energien ist die Tatsache, dass sie praktisch nicht regelbar und sehr schlecht vorhersehbar sind. Ob Wind weht oder die Sonne scheint ist nicht planbar. Trotzdem muss das irgendwie in den Lastgang „eingebaut“ werden. Ein Beispiel, wie ein Lastgang bei starkem Aufkommen von Windenergie aussehen k&#246;nnte, ist nachfolgend dargestellt.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_02_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_02_400.png" alt="" title="Tagesgang bei hohem Aufkommen von Windenergie" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-576" /></a></p>
<p>Abbildung 2: Tagesgang bei hohem Aufkommen von Windenergie</p>
<p>Unter den dargestellten Bedingungen kann von einer klaren Trennung zwischen Grundlast, Mittellast und Spitzenlast nicht mehr die Rede sein. Hier taucht ein Dilemma auf: Entweder, es wird bei der althergebrachten Fahrweise der Kraftwerke geblieben &#8211; das bedeutet aber, Verzicht auf erneuerbare Energien, Verst&#228;rkung des Klimawandels (sofern Kohle als Betriebsstoff eingesetzt wird) und hohe variable Kosten, weil Betriebsstoffe bezahlt werden m&#252;ssen. Oder, die Fahrweise der Kraftwerke wird ver&#228;ndert &#8211; das bedeutet aber, Verzicht auf einen Grundlastbetrieb, Errichtung von Energie-Speicherkapazit&#228;ten einschlie&#223;lich einer entsprechenden Netz-Infrastruktur, Abschw&#228;chung des Klimawandels und geringe variable Kosten, weil Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen keine Betriebsstoffe ben&#246;tigen.</p>
<p>Im <a href="http://www.umweltrat.de/cln_135/SharedDocs/Downloads/DE/06_Hintergrundinformationen/2009_Thesen_Weichenstellungen_Stromversorgung_Hohmeyer.html">Thesenpapier </a>des Sachverst&#228;ndigenrates f&#252;r Umweltfragen „Weichenstellungen f&#252;r eine nachhaltige Stromversorgung“ wurde aus Daten des Netzbetreiber E.ON in Schleswig-Holstein f&#252;r einen hohen Ausbau der Windenergie ein m&#246;glicher Lastgang hochgerechnet. Diese Daten sind nachfolgend dargestellt.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_03_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_03_400.png" alt="" title="Lastgang bei starkem Energieertrag aus Windkraft" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-577" /></a></p>
<p>Abbildung 3: Durch Skalierung hochgerechneter Lastgang f&#252;r das E.ON-Netz in Schleswig-Holstein bei starkem Energieertrag aus Windkraft</p>
<p>Wird die Differenz beider Kurven dargestellt, ergibt sich folgendes Bild:</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_04_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_04_400.png" alt="" title="resultierender Speicher- bzw. Dispatchbedarf" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-578" /></a></p>
<p>Abbildung 4: resultierender Speicher- bzw. Dispatchbedarf</p>
<p>Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass es faktisch keine Grundlast mehr gibt. Dieser Dispatchbedarf kann nur noch &#252;ber Mittellast- und Spitzenlastkraftwerke abgesichert werden. Und noch etwas wird deutlich: Es wird n&#246;tig sein, Speicherkapazit&#228;ten f&#252;r &#252;bersch&#252;ssige Energie zur Verf&#252;gung zu haben. Die heute in Deutschland verf&#252;gbaren Kraftwerke sind einige Pumpspeicherwerke und ein Druckluft-Speicher-Kraftwerk, welches seit vielen Jahren im Forschungsbetrieb l&#228;uft. Potentielle Standorte nennenswerter neue Pumpspeicherkraftwerke sind in Deutschland aufgrund der Geografie nicht verf&#252;gbar. Eine L&#246;sung kann hier nur ein europaweiter Netzverbund sein, der Speicherm&#246;glichkeiten in anderen L&#228;ndern (Schweiz, Norwegen) erschlie&#223;t.</p>
<p><strong>kontraproduktive Orientierung auf die Grundlast</strong></p>
<p>Die Tatsache, dass Grundlastkraftwerke immer weniger ben&#246;tigt werden ergibt sich aus den dargestellten Zusammenh&#228;ngen. Das wird auch in der Leitstudie des Sachverst&#228;ndigenrates f&#252;r Umweltfragen deutlich:</p>
<blockquote><p>„Bei sehr hohen Anteilen an EE (Erneuerbaren Energiequellen) [...] verschwindet die herk&#246;mmliche Grundlaststromerzeugung weitgehend, die verbleibenden fossilen Kondensationskraftwerke stellen dann ausschlie&#223;lich die zu einer sicheren Stromversorgung erforderliche Leistung zur Verf&#252;gung.“</p></blockquote>
<p>Zusammenfassend kann damit gesagt werden, dass in einem Energiesystem mit hohen Anteilen fluktuierender Einspeisung aus regenerativen Energiequellen Grundlastkraftwerke entscheidend an Bedeutung verlieren. Mehr noch, sie sind aufgrund ihrer technischen Eigenschaft, dass sie nur sehr langsam angefahren werden k&#246;nnen auch nicht mehr geeignet, die notwendigen Aufgaben regelbarer Kraftwerkskapazit&#228;ten in dem neuen Energiesystem sinnvoll zu erf&#252;llen. Im Gegenteil dazu werden Kraftwerke mit gutem Regelverhalten und schneller Verf&#252;gbarkeit ben&#246;tigt. </p>
<p>Die von der Bundesregierung getroffene Entscheidung zur Verl&#228;ngerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken steht dazu in klarem Widerspruch. Vielmehr f&#252;hrt diese Entscheidung zu einer Behinderung des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien. N&#246;tig sind Investitionen in Kraftwerke, die flexibel auf Lastschwankungen reagieren k&#246;nnen, wie zum Beispiel gasbefeuerte Kraftwerke. N&#246;tig sind Investitionen in den Ausbau des Netzes, hin zu einem „intelligenten“ Netz, welches Lastfluktuationen schnell ausregeln kann.</p>
<p><strong>Situation der „Energieriesen“</strong></p>
<p>Die Betreiber der Grundlastkraftwerke k&#246;nnen nat&#252;rlich diese Problematik nicht negieren. Wenn der Grundlastbedarf zur&#252;ckgeht, wird das f&#252;r ihre Kraftwerke zun&#228;chst einmal eine verringerte Auslastung bedeuten und damit erh&#246;hte Kosten, weil bei gleichbleibenden Fixkosten weniger Strom verkauft wird. Hinzu kommt, dass diese Kraftwerke immer &#246;fter herauf und heruntergefahren werden m&#252;ssen, von Vollast- auf Teillastbetrieb. Daf&#252;r sind diese Kraftwerke aber nicht ausgelegt. Es wird ein gr&#246;&#223;erer Wartungsaufwand n&#246;tig sein, was wieder mehr Kosten verursacht. Und ob es f&#252;r die technische Sicherheit eines Kernkraftwerkes f&#246;rderlich ist, wenn &#246;fters der Betriebszustand gewechselt werden muss, ist zu bezweifeln. Inwiefern vor diesem Hintergrund die Laufzeitverl&#228;ngerung mit Kosteneinsparungen in Verbindung gebracht werden kann, ist mehr als schleierhaft.</p>
<p>Betrachten wir aber den Kern der T&#228;tigkeit der Kraftwerksbetreiber: Ziel ist es, Rendite zu erwirtschaften. Unter den dargestellten Bedingungen m&#252;ssten diese also die erneuerbaren Energien ausbremsen, was jedoch nicht durchsetzbar ist. Sie k&#246;nnten den Netzausbau behindern, was auch redlich versucht wird, aber die Entwicklung lediglich vielleicht um einige Jahre verz&#246;gern kann. Und sie k&#246;nnten versuchen, die Regierung zu veranlassen, die Rahmenbedingungen zu &#228;ndern. Genau das ist offensichtlich geschehen. Denn gegen jeden technischen Sachverstand den Betrieb der Kernkraftwerke l&#228;nger zu gestatten und damit Milliardengewinne f&#252;r die Energiekonzerne zu garantieren kann nur als Kniefall vor den Konzernen oder als „zu Kreuze kriechen“ verstanden werden.</p>
<p>Am <a href="http://www.ausgestrahlt.de/">18. September 2010</a> gibt es die M&#246;glichkeit, eine abweichende Meinung klar zu &#228;u&#223;ern.</p>
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