Energie als Commons?   25. April 2011

Stefan Mz. berichtet im Keimform-Blog über die Energiepreisbildungsmechanismen (siehe auch bei uns http://zw-jena.de/pdfs/keine_kohle_fuer_jena.pdf ab ca. Folie 6) und verbindet dies mit dem Argument, dass Erneuerbare Energien quasi danach schreien, nicht mehr als privatisierbare Ware angewandt zu werden, sondern als Gemeingut, als Commons.

In den Kommentaren dazu gibts noch interessante Links zur Frage der Netzwerke etc.

Die Initiative “x-tausendmal quer” blockiert nicht nur die Castortransporte, sondern ruft dazu auf, sich im Juni gemeinsam dem bisher geplanten Wiederanfahren der Kernkraftwerke zu widersetzen. Dies soll mit großen, gewaltfreien Blockaden direkt an den Kraftwerken geschehen.

NEU ab 19. März 2011:

Stadtwerke Jena verzichten auf Atomstrom!!!


Wahrscheinlich wird die radioaktive Wolke nicht wesentlich bis zu uns kommen. Wir haben wieder mal Glück gehabt. Beim Abschalten der deutschen Kernkraftwerke gibt es seit heute Fortschritte. Das Wissen über die Risiken und die Untragbarkeit des “Restrisikos” wird derzeit in allen Medien propagiert. 

 

Was hat das nun mit Jena zu tun und dem Strom, den wir hier von unseren eigenen Stadtwerken beziehen?

Nach den Angaben der Stadtwerke Jena setzt sich der “Energiemix aus 11 % Kernkraft, 72 % fossilen und sonstigen Energieträgern sowie 17 % erneuerbaren Energien zusammen. Damit sind 625 g/kWh CO2-Emissionen und 0,0003 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden.” 

(Angaben der Stadtwerke Jena auf der Homepage).

 

Deshalb gibt es auch eine Petition für Jena:

Hier kann eine Petition zum Ausstieg der Stadtwerke Jena aus dem Handel mit Atomenergie unterzeichnet werden.

Schlagworte: ,
Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Robert Jungk schrieb schon vor 33 Jahren:

“Mit der technischen Nutzbarmachung der Kernspaltung wurde der Sprung in eine ganz neue Dimension der Gewalt gewagt. Zuerst richtete sie sich nur gegen militärische Gegner. Heute gefährdet sie die eigenen Bürger. Denn «Atome für den Frieden» unterscheiden sich prinzipiell nicht von «Atomen für den Krieg». Die erklärte Absicht, sie nur zu konstruktiven Zwecken zu benutzen, ändert nichts an dem lebensfeindlichen Charakter der neuen Energie. Die Bemühungen, diese Risiken zu beherrschen, können die Gefährdungen nur zu einem Teil steuern. Selbst die Befürworter müssen zugeben, daß es niemals gelingen wird, sie ganz auszuschließen. Der je nach Einstellung als kleiner oder größer anzustehende Rest von Unsicherheit birgt unter Umständen solch immenses Unheil, daß jeder bis dahin vielleicht gewonnene Nutzen daneben verblassen muß.

Ein durch technisches Versagen, menschliche Unzulänglichkeit oder böswillige Einwirkung hervorgerufene Atomkatastrophe würde nicht nur unmittelbar größten Schaden stiften, sondern über Jahrzehnte, Jahrhunderte, unter Umständen sogar Jahrtausende weiterwirken. Dieser Griff in die Zukunft, die Angst vor den Folgeschäden der außer Kontrolle geratenen Kernkraft wird zur größten denkbaren Belastung der Menschheit: Sei es als Giftspur, die unauslöschlich bleibt, sei es auch nur als Schatten einer Sorge, die niemals weichen wird.”

An dieses Zitat erinnern die Webseiten des Zukunftswerkstätten-Vereins.

Hier finden sich auch Gedanken zu “Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima: Dreimal eine Milliarden Jahre” und “Menschliche Schöpferkraft statt Atomkraft”

Außerdem verweise ich nochmal auf die Informationen über die Kernkraft auf den Zukunftswerkstatt-Webseiten.

Außerdem:

Keine Kohle für Kohle   27. Februar 2011

Reiner von unsrer Zukunftswerkstatt hatte in einem Vortrag schon vor einigen Wochen ausführlich begründet, warum es nicht einmal kommerziell für kommunale Stadtwerke Sinn macht, sich an Kohlekraftwerken zu beteiligen. Jetzt ist es möglich, sich mit einem Schreiben an die Chefs der Stadtwerke zu wenden, um sie aufzufordern, sich nicht am Kohlekraftwerk Krefeld zu beteiligen. Wenn Sie dies möchten, können Sie die Online-Aktion von Campact unterzeichnen.

Es geht dabei um die Stadtwerke Flensburg, Jena, Soest und Ulm,
um die Überlandwerk Fulda AG, die enwor Herzogenrath und die die ENNI Moers.

Aus dem Vortrag von Reiner zwei Screenshots:

Interessenten können sich die Visualisierung des Vortrages als pdf-Dokument herunterladen (ca. 1,2 Mb).

… hightec für alle:   15. Dezember 2010

Gerade habe ich eine nette Emilie erhalten, die mich zu einem netten Link führte. Das Video, auf das der Link verwies möchte ich Euch nicht vorenthalten – viel Spaß:

Die LINKE hat ein neues Webprojekt: den Blog “nachhaltig- links.de”. Den Titel finde ich gut gewählt. Die Thematik selbst betrifft die Verbindung von zentralen Fragestellung der zukünftigen Entwicklung. Derzeit gibt es Beiträge zum Klimagipfel in Cancun, zu Fragen der aktuellen Energiepolitik (Preise und Ökostrom) sowie zu grundsätzlichen Fragen des Wachstums.