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	<title>Zukunftswerkstatt Jena &#187; Energie</title>
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	<description>... nur wenn wir es nicht wagen, ist es schwer (nach Seneca)</description>
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		<title>Fair Trade und Entropiebegriff in der M&#252;hle Langenchursdorf</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 13:03:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; Der Herbst schenkte uns noch einmal wunderbares Wetter bei unserem Herbst-Seminar-Wochenende. Dies fand diesmal in der M&#252;hle Langenchursdorf in Sachsen statt. F&#252;r mich hatte das Wochenende schon am Donnerstag Abend mit einer Betriebsfeier im M&#252;hlengeb&#228;ude begonnen. In der ersten Etage bullerte der Ofen vor sich hin, die Tische waren herbstlich gedeckt und das Men&#252; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table >
<tr>
<td><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc1.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc1.jpg" alt="" title="lc1" width="153" height="149" class="alignleft size-full wp-image-1020" /></a> </td>
<td width="10">&nbsp; </td>
<td>Der Herbst schenkte uns noch einmal wunderbares Wetter bei unserem Herbst-Seminar-Wochenende. Dies fand diesmal in der <a href="http://www.muehle-langenchursdorf.de/">M&#252;hle Langenchursdorf</a> in Sachsen statt. </td>
</table>
<p><span id="more-1019"></span></p>
<p>F&#252;r mich hatte das Wochenende schon am Donnerstag Abend mit einer Betriebsfeier im M&#252;hlengeb&#228;ude begonnen. In der ersten Etage bullerte der Ofen vor sich hin, die Tische waren herbstlich gedeckt und das Men&#252; schmeckte hervorragend. </p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc6.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc6.jpg" alt="" title="lc6" width="292" height="184" class="aligncenter size-full wp-image-1021" /></a></p>
<p>Am Samstag, als die anderen Zukunftswerkst&#228;ttler_innen eingetroffen waren, erhielten wir eine spannende M&#252;hlenf&#252;hrung durch Maria D., die mit ihrer Familie das M&#252;hlen- und andere Geb&#228;ude auf dem Grundst&#252;ck seit 15 Jahren in Schmuckst&#252;cke verwandelt hat. Es gibt viel zu staunen und zu lernen in dem 4-st&#246;ckigen Geb&#228;ude &#252;ber Mahltechniken, M&#252;hlenkonstruktionen, die Schwierigkeit, die alten Lederriemen f&#252;r die Transmissionen zu erhalten und die Versuche, die M&#252;hle f&#252;r Schulklassen zu einem interessanten Lernort zu gestalten.  </p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc2.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc2-300x214.jpg" alt="" title="lc2" width="300" height="214" class="aligncenter size-medium wp-image-1022" /></a></p>
<p>Sp&#228;ter nutzten wir die Nachmittagssonne f&#252;r einen Spaziergang <a href="http://www.waldenburg.de/index.php?id=32">im Park</a>. Danach genossen wir Kaffee und Kuchen im <a href="http://www.keramik-tauscher.de/start.htm">Café einer Keramikwerkstatt</a>. </p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc3.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc3.jpg" alt="" title="lc3" width="272" height="158" class="aligncenter size-full wp-image-1023" /></a></p>
<p>Am Samstag abend begann schlie&#223;lich unser &#8220;inhaltliches Programm&#8221;. Carmen hatte Informationen zum Thema &#8220;Fairer Handel&#8221; zusammen gestellt, was nicht nur uns interessierte, sondern auch Freunde und Bekannte von Marias Familie. Auf diese Weise wurde der Abend besonders interessant. </p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc4.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc4.jpg" alt="" title="lc4" width="243" height="159" class="aligncenter size-full wp-image-1025" /></a></p>
<p>Erst am n&#228;chsten Morgen wurden die Gespr&#228;che langsam beendet, wir versuchten den Rest der Nacht in der gem&#252;tlichen Pension der M&#252;hle zur Ruhe zu finden.</p>
<p>Auch am Sonntag hatten wir einen netten Gast bei unserem anderen Thema. Reiner stellte uns neue Gedanken zu einem Thema vor, das uns schon l&#228;nger besch&#228;ftigt: Welche Rolle spielt die Entropie in der Biosph&#228;re? </p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc5.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/lc5.jpg" alt="" title="lc5" width="273" height="180" class="aligncenter size-full wp-image-1030" /></a></p>
<p>Wenn wir es schaffen, stellen wir beide Themen noch ausf&#252;hrlicher irgendwo im Internet vor. </p>
<p>Als wir am Sonntag mittag schlie&#223;lich die M&#252;hle verlie&#223;en, stand fest, dass wir nicht das letzte Mal hier gewesen sind. F&#252;r ein gemeinsames Wochendende mit Interessenten haben wir schon die ersten Ideen. Es soll um die Frage gehen, wie wir uns die Welt in ca. 50 Jahren w&#252;nschen, was diese W&#252;nsche bedrohen k&#246;nnte und was wir tun k&#246;nnen, um sie zu verwirklichen. </p>
<p><em>Annette</em></p>
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		<title>Das Dauerthema: ENERGIE</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2011/06/das-dauerthema-energie/</link>
		<comments>http://zw-jena.de/blog/2011/06/das-dauerthema-energie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 16:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir sind diese Woche in Gera und n&#228;chste Woche in Halle, um einen neuen Vortrag &#252;ber die aktuelle Energiedebatte vorzustellen. Gera, 30.06.2011 , 18:30, S&#228;chsischer Bahnhof Halle, 07.07.2011, Radio CORAX Zus&#228;tzlich gibts einige neue Beitr&#228;ge &#252;ber dieses Thema in einem anderen Blog: Energiewende in die falsche Richtung (Zur Energie&#8221;wende&#8221; nach dem Aus der Laufzeitverl&#228;ngerung: Warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table >
<tr>
<td>
Wir sind diese Woche in Gera und n&#228;chste Woche in Halle, um einen neuen Vortrag &#252;ber die aktuelle Energiedebatte vorzustellen. </td>
<td><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/castor11.jpg" alt="" title="castor11" width="210" height="220" class="aligncenter size-full wp-image-972" /></td>
</tr>
</table>
<ul>
<li><a href="http://badreihe.wordpress.com/2011/06/25/30-06-2011-droht-uns-bald-der-blackout/">Gera, 30.06.2011 , 18:30, S&#228;chsischer Bahnhof</a></li>
<li>Halle, 07.07.2011, Radio CORAX</li>
</ul>
<p>Zus&#228;tzlich gibts einige neue Beitr&#228;ge &#252;ber dieses Thema in einem anderen Blog:</p>
<ul>
<li><a href="http://philosophenstuebchen.wordpress.com/2011/06/26/energiewende/">Energiewende in die falsche Richtung</a> (Zur Energie&#8221;wende&#8221; nach dem Aus der Laufzeitverl&#228;ngerung: Warum es auch zwischen verschiedenen Formen der erneuerbaren Energien eine systemische Konkurrenz gibt&#8230;</li>
<li><a href="http://philosophenstuebchen.wordpress.com/2011/06/29/energiecommons-%E2%80%93-falsch-begrundet/">Energiecommons – das Richtige, aber mit falscher Begr&#252;ndung</a> Kritik eines <a href="http://www.keimform.de/2011/energie-commons-als-p2p-netzwerk/">Beitrags auf dem Keimform-Blog</a></li>
<li>Energieversorgung auf Erneuerbarer und Gemeing&#252;terbasis (ist noch in Arbeit)
</li>
</ul>
<hr />
<ul>
<li>Beispiel: <a href="http://berliner-energietisch.net/der-berliner-energietisch/">Der Berliner Energie-Tisch</a></li>
</ul>
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		<title>Energie als Commons?</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2011/04/energie-als-commons/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 09:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stefan Mz. berichtet im Keimform-Blog &#252;ber die Energiepreisbildungsmechanismen (siehe auch bei uns http://zw-jena.de/pdfs/keine_kohle_fuer_jena.pdf ab ca. Folie 6) und verbindet dies mit dem Argument, dass Erneuerbare Energien quasi danach schreien, nicht mehr als privatisierbare Ware angewandt zu werden, sondern als Gemeingut, als Commons. In den Kommentaren dazu gibts noch interessante Links zur Frage der Netzwerke etc.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.keimform.de/2011/energie-commons-als-p2p-netzwerk/#comment-19504 ">Stefan Mz. berichtet im Keimform-Blog</a> &#252;ber die Energiepreisbildungsmechanismen (siehe auch bei uns <a href="http://zw-jena.de/pdfs/keine_kohle_fuer_jena.pdf">http://zw-jena.de/pdfs/keine_kohle_fuer_jena.pdf</a> ab ca. Folie 6) und verbindet dies mit dem Argument, dass  Erneuerbare Energien quasi danach schreien, nicht mehr als privatisierbare Ware angewandt zu werden, sondern als Gemeingut, als Commons. </p>
<p><a href="http://www.keimform.de/2011/energie-commons-als-p2p-netzwerk/#comment-19504"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/energiecommons.jpg" alt="" title="energiecommons" width="446" height="58" class="aligncenter size-full wp-image-892" /></a></p>
<p>In den Kommentaren dazu gibts noch interessante Links zur Frage der  Netzwerke etc. </p>
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		<title>Power Flower &#8211; eine domestizierte Windkraftanlage</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2011/04/power-flower-eine-domestizierte-windkraftanlage/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 20:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reiner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern gab es im Umsonstladen eine Diskussion zur „Kernkraft als Br&#252;ckentechnologie“ im Kontext des 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl und im aktuellen Kontext von Fukushima. Dabei gab es nat&#252;rlich Diskussionen zu Alternativen und zu den bekannten Problemen gro&#223;er Windkraftanlagen, die zur „Verspargelung“ der Landschaft f&#252;hren. Heute Vormittag habe ich zuf&#228;llig im Radio einen Beitrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern gab es im Umsonstladen eine Diskussion zur „Kernkraft als Br&#252;ckentechnologie“ im Kontext des 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl und im aktuellen Kontext von Fukushima. Dabei gab es nat&#252;rlich Diskussionen zu Alternativen und zu den bekannten Problemen gro&#223;er Windkraftanlagen, die zur „Verspargelung“ der Landschaft f&#252;hren.<br />
Heute Vormittag habe ich zuf&#228;llig im Radio einen Beitrag geh&#246;rt zu „Power Flowers“, einer Art „domestizierter Windkraftanlage“ und konnte mir nicht darunter vorstellen. Neugierig geworden, begann ich zu suchen und wurde nach vielen Links zu Karnevalskost&#252;men (warum m&#252;ssen diese Kost&#252;me eigentlich englische Namen tragen?) tats&#228;chlich f&#252;ndig:<br />
<div id="attachment_877" class="wp-caption alignnone" style="width: 540px"><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/powerflowers.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/powerflowers.jpg" alt="Power Flower - ein domestiziertes Windrad" title="powerflowers" width="530" height="297" class="size-full wp-image-877" /></a><p class="wp-caption-text">Power Flower</p></div><br />
Eine interessante Weiterentwicklung eines eigentlich bekannten Prinzips einer Windm&#252;hle mit vertikalen Rotoren. Mit vielversprechenden Parametern &#252;brigens, sowohl was die elektrische Leistung angeht als auch die L&#228;rmentwicklung und die Einbindung des Windm&#252;hlendesigns in die Landschaft. Damit l&#228;sst sich dezentral auf Hightech-Basis Energie erzeugen.<br />
Unter <a href="http://www.gizmag.com/power-flowers-project-aims-to-bring-wind-turbines-closer-to-home/18049/">diesem Link</a> und auf der <a href="http://www.nlarchitects.nl/slideshow/71">Seite der niederl&#228;ndischen Architekten</a> sind noch mehr Bilder und weitere Informationen zu finden. Viel Spa&#223; dabei.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>KKW&#8217;s &#8211; Die Regierung hat alles im Griff</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2011/03/kkws-die-regierung-hat-alles-im-griff/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 13:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annette</dc:creator>
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		<title>Demo gegen die Laufzeitverl&#228;ngerung</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2010/09/demo-gegen-die-laufzeitverlaengerung/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 20:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reiner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war eine beeindruckende Demonstration. Beeindruckend von der Anzahl der Teilnehmer her, beeindruckend von der Vielfalt der Teilnehmer her und beeindruckend von der Ideenvielfalt. M&#228;chtig. Bunt. Lebendig. Einige Bilder sind hier zu sehen. Weitere Bilder gibt es hier: Der Platz am Hauptbahnhof war einfach nur voll &#8211; ein dichteres Herankommen an die Hauptb&#252;hne war um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war eine beeindruckende Demonstration. Beeindruckend von der Anzahl der Teilnehmer her, beeindruckend von der Vielfalt der Teilnehmer her und beeindruckend von der Ideenvielfalt. M&#228;chtig. Bunt. Lebendig. Einige Bilder sind hier zu sehen.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_00.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_00.jpg" alt="" title="Demo gegen Laufzeitverl&#228;ngerung" width="250" height="188" class="alignnone size-full wp-image-603" /></a></p>
<p>Weitere Bilder gibt es hier:<span id="more-586"></span></p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_01.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_01.jpg" alt="" title="Der Platz am Hauptbahnhof war einfach nur voll" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-587" /></a></p>
<p>Der Platz am Hauptbahnhof war einfach nur voll &#8211; ein dichteres Herankommen an die Hauptb&#252;hne war um 12:30 Uhr faktisch nicht m&#246;glich.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_02.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_02.jpg" alt="" title="bunt und ideenreich" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-588" /></a></p>
<p>Bunt und ideenreich waren die Plakate &#8211; hier nicht ganz so gut lesbar steht &#252;ber dem Portrait der Bundeskanzlerin: Deutschland bucht den Supergau.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_03.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_03.jpg" alt="" title="Trommelbegleitung" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-589" /></a></p>
<p>Wie immer bei Demonstrationen dieser Art: Trommelbegleitung allerorten. Dankesch&#246;n.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_04.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_04.jpg" alt="" title="Trotz Regen bunt" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-590" /></a></p>
<p>Auch Petrus zeigte sich insgesamt unserem Anliegen recht zugetan. Und als es dann doch ein paar Tropfen regnete, war es trotz Regens bunt.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_05.jpg"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/demo_blog_05.jpg" alt="" title="Sitzblockadetraining" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-591" /></a></p>
<p>Zum Abschluss des Demonstarationszuges gab es ein Sitzblockadetraining &#8211; in Vorbereitung auf den November in Gorleben &#8230;</p>
<p>Wer die Bilder auch bewegt sehen m&#246;chte, der sei auf den Demofilm der Initiative .ausgestrahlt verwiesen: <a href="http://www.ausgestrahlt.de/demofilm">Demofilm</a>.</p>
<p>Einen Abstrich muss ich jedoch erw&#228;hnen: Das bei solchen Demos scheinbar unvermeidliche Geschacher um die Teilnehmerzahl. Ist es letztlich nicht gleichg&#252;ltig, ob Hunderttausend oder mehrere Zehntausende? </p>
<p>Viel wichtiger erscheint mir die reflexartige Reaktion der schwarz-gelben Regierung (FDP-Generalsekret&#228;r Lindner und Unions-Fraktionsvize Fuchs), dass die Meinung der Teilnehmer an der Demonstration nicht die Mehrheitsmeinung der Bev&#246;lkerung sei. [Quelle: <a href="http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=6912830/1964q4t/">SWR-Nachrichten</a>] Eine solche Reaktion zeigt mir, dass diese Leute Muffensausen haben. Sonst w&#252;rden sie die Demo einfach ignorieren. Und dass sie das nicht k&#246;nnen, das sehe ich als einen wichtigen Erfolg. Die tats&#228;chliche Anzahl der Teilnehmer ist sowieso nicht zu ermitteln&#8230;</p>
<p>Tatsache ist, dass unsere Stimme offensichtlich wohl vernommen wurde.</p>
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		<title>Der Klimawandel und die Laufzeitverl&#228;ngerung der Kernkraftwerke</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 11:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reiner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang September 2010 entschied die Regierung Merkel/Westerwelle/Seehofer in einer Nachtsitzung die „Eckpunkte“ f&#252;r die in der Koalitionsvereinbarung bereits festgelegten l&#228;ngeren Laufzeiten f&#252;r die Kernkraftwerke in Deutschland: &#196;ltere Kraftwerke sollen um etwa acht Jahre und j&#252;ngere um etwa 12 Jahre l&#228;nger in Betrieb sein, als in dem Ausstiegsszenario der Schr&#246;der-Regierung vorgesehen ist. Da die Vorgaben nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang September 2010 entschied die Regierung Merkel/Westerwelle/Seehofer in einer Nachtsitzung die „Eckpunkte“ f&#252;r die in der Koalitionsvereinbarung bereits festgelegten l&#228;ngeren Laufzeiten f&#252;r die Kernkraftwerke in Deutschland: &#196;ltere Kraftwerke sollen um etwa acht Jahre und j&#252;ngere um etwa 12 Jahre l&#228;nger in Betrieb sein, als in dem Ausstiegsszenario der Schr&#246;der-Regierung vorgesehen ist. Da die Vorgaben nicht zeitlich definiert, sondern &#252;ber zu produzierende, begrenzt &#252;bertragbare Strommengen festgelegt werden, k&#246;nnen folgende Laufzeiten f&#252;r den Betrieb von Kernkraftwerken angenommen werden:<span id="more-569"></span></p>
<p><strong>Neue Restlaufzeiten der deutschen Kernkraftwerke</strong></p>
<table  border="1" cellpadding="3" cellspacing="0">
<tr>
<th>Kernkraftwerk</th>
<th>Nennleistung in Megawatt</th>
<th>Betrieb seit</th>
<th>Abschaltung bisher vorgesehen</th>
<th>M&#246;gliche neue Laufzeit</th>
</tr>
<tr>
<td><strong>BADEN-W&#220;RTTEMBERG</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Neckarwestheim I</td>
<td>840</td>
<td>1976</td>
<td>2011</td>
<td>Bis 2019</td>
</tr>
<tr>
<td>Neckarwestheim II</td>
<td>1.395</td>
<td>1989</td>
<td>2022</td>
<td>Bis 2036</td>
</tr>
<tr>
<td>Philippsburg I</td>
<td>926</td>
<td>1980</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Philippsburg II</td>
<td>1.458</td>
<td>1985</td>
<td>2018</td>
<td>Bis 2032</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>BAYERN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Isar I, Essenbach</td>
<td>912</td>
<td>1979</td>
<td>2011</td>
<td>Bis 2019</td>
</tr>
<tr>
<td>Isar II</td>
<td>1.475</td>
<td>1988</td>
<td>2020</td>
<td>Bis 2034</td>
</tr>
<tr>
<td>Grafenrheinfeld</td>
<td>1.345</td>
<td>1982</td>
<td>2014</td>
<td>Bis 2028</td>
</tr>
<tr>
<td>Gundremmingen B</td>
<td>1.344</td>
<td>1984</td>
<td>2015</td>
<td>Bis 2030</td>
</tr>
<tr>
<td>Gundremmingen C</td>
<td>1.344</td>
<td>1985</td>
<td>2016</td>
<td>Bis 2030</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>HESSEN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Biblis A</td>
<td>1.225</td>
<td>1975</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Biblis B</td>
<td>1.300</td>
<td>1977</td>
<td>2011</td>
<td>Bis 2019</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>NIEDERSACHSEN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>Unterweser, Esensham</td>
<td>1.410</td>
<td>1979</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Grohnde</td>
<td>1.430</td>
<td>1985</td>
<td>2018</td>
<td>Bis 2032</td>
</tr>
<tr>
<td>Emsland, Lingen</td>
<td>1.400</td>
<td>1988</td>
<td>2020</td>
<td>Bis 2034</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>SCHLESWIG-HOLSTEIN</strong></td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr >
<td>Brunsb&#252;ttel</td>
<td>806</td>
<td>1976</td>
<td>2012</td>
<td>Bis 2020</td>
</tr>
<tr>
<td>Kr&#252;mmel, Geesthacht</td>
<td>1.402</td>
<td>1984</td>
<td>2019</td>
<td>Bis 2033</td>
</tr>
<tr>
<td>Brokdorf</td>
<td>1440</td>
<td>1986</td>
<td>2019</td>
<td>Bis 2033</td>
</tr>
</table>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/reststrommengen102.html">[Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/reststrommengen102.html]<br />
</a></p>
<p>Nach dieser &#220;bersicht w&#252;rde als letztes Kraftwerk Neckarwestheim II im Jahr 2036 vom Netz gehen. </p>
<p><strong>Deutschlands Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels</strong></p>
<p>Andererseits gibt sich die Bundeskanzlerin weltweit als Vorreiterin des Kampfes gegen den Klimawandel und sieht sich und ihre Politik als weltweit beispielgebend. Das kam auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm zum Ausdruck und zeigt auch die Bezeichnung „Klimakanzlerin“, die sie nie verleugnet hat.</p>
<p>Was bedeutet nun „Kampf gegen den Klimawandel“ heute? &#8211; Der letzte Bericht des IPCC belegte, dass eine Eind&#228;mmung einer globalen Erh&#246;hung der Temperatur derart, dass deren Folgen kaum sp&#252;rbar sind, bereits nicht mehr m&#246;glich ist. Es geht heute darum, die Erh&#246;hung auf maximal 2 Grad zu begrenzen, was als gerade noch beherrschbar betrachtet wird und gravierende &#196;nderungen unseres Klimas nach sich ziehen wird. Was eine H&#228;ufung von Wetterextremen praktisch bedeuten, davon lieferte das Jahr 2010 einen leichten Vorgeschmack. </p>
<p>Als wichtigste Ma&#223;nahme, um dieses Ziel mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit zu erreichen, ist es aus Sicht des IPCC n&#246;tig, die durch menschliche T&#228;tigkeit verursachten CO2-Emissionen bis 2050 weltweit auf 50%-80% des Wertes von 1990 zu reduzieren. Deutschland hat sich in diesem Zusammenhang verpflichtet, bis 2020 die CO2-Emission um 40% gegen&#252;ber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Diese Verpflichtung stammt aus den 1990-er Jahren und der zugrundeliegende Zeithorizont ist heute unzureichend.<br />
Zum Einen deshalb, weil die Begrenzung der Klimaver&#228;nderungen durch bereits geschaffene Tatsachen nur noch in einem Zeithorizont von 50 bis 100 Jahren betrachtet werden kann und deshalb die Forderung des IPCC f&#252;r die Industriestaaten lautet, bis 2050 eine CO2-Reduzierung von 80%-95% gegen&#252;ber 1990 zu erreichen. Eine Betrachtungsweise nur bis 2020 oder ganz und gar in Zeithorizonten von Legislaturperioden einer Regierung ist also nicht angebracht. Zum Anderen deshalb, weil viele Kraftwerke auf eine Nutzungsdauer von einigen Jahrzehnten ausgelegt sind und mit einem Neubau von Kraftwerken heute die Entscheidungen getroffen werden, ob die Reduktionsziele des IPCC erreicht werden k&#246;nnen. Aktuelle Neubaupl&#228;ne von Braunkohle-Gro&#223;kraftwerken, welche die Grundlast abdecken, sind damit offensichtlich nicht in Einklang zu bringen.</p>
<p>Eine Verl&#228;ngerung der Laufzeit von Kernkraftwerken erscheint in diesem Zusammenhang als plausibler Weg, um das angegebene Ziel der Emissionsreduzierung zu erreichen: Im laufenden Betrieb emittieren diese Kraftwerke faktisch kein CO2 und eine ihrer Laufzeitverl&#228;ngerung scheint technisch ohne allzu gro&#223;en Aufwand machbar. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Zuerst einmal wegen der nach wie vor ungekl&#228;rten Frage der Endlagerung der radioaktiven Abfallprodukte. Desweiteren wegen der unkalkulierbaren Risiken im Betrieb der Kraftwerke &#8211; keine Versicherung ist bereit die diesbez&#252;glichen Risiken zu versichern. Darauf soll aber an dieser Stelle gar nicht eingegangen werden. Ein weiterer Widerspruch tut sich auf, ein Widerspruch zu der Aussage, dass letztendlich die Kernkraft eine „Br&#252;ckentechnologie“ sein soll, hin zur vollst&#228;ndigen Elektroenergiegewinnung aus erneuerbaren Energien.</p>
<p>Eine Br&#252;cke hat f&#252;r mich zuerst den Aspekt des Verbindenden. In diesem Fall ist also Kernkraft eine Technik, die den &#220;bergang zur immer st&#228;rkeren Verwendung von erneuerbaren Energien f&#246;rdert. Mit der beschlossenen Laufzeitverl&#228;ngerung passiert jedoch das genaue Gegenteil: Die Entwicklung der erneuerbaren Energien wird ausgebremst. Der Grund daf&#252;r ist ein rein technischer, er kann also nicht durch politisches Sch&#246;nreden beseitigt werden.</p>
<p><strong>„Klassischer“ Lastgang bei konventioneller Stromerzeugung</strong></p>
<p>Um diesen Zusammenhang darzustellen, muss zuerst einmal betrachtet werden, wie sich der Elektroenergieverbrauch im Verlauf eines Tages entwickelt. Dieser ist keineswegs konstant, sondern hat einen charakteristischen Verlauf:</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_01_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_01_400.png" alt="" title="klassischer Lastgang" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-575" /></a></p>
<p>Abbildung 1: Tagesgang des Elektroenergieverbrauchs</p>
<p>In den Morgenstunden nimmt der Verbrauch immer mehr zu um nach einer Spitze wieder abzusinken. In der Tagesmitte zeigt sich eine weitere Spitze. Abends sinkt der Verbrauch wieder deutlich.</p>
<p>Da im Energienetz zu jeder Zeit die Einspeisung und der Verbrauch von Elektroenergie gleich sein m&#252;ssen, bedeutet das praktisch, dass je nach Bedarf Kraftwerke zu- bzw. abgeschaltet werden m&#252;ssen. Das ist aber nicht mit jedem Kraftwerk technisch machbar. Deshalb werden verschiedene Typen von Kraftwerken unterschieden:</p>
<ul>
<li>Grundlastkraftwerke &#8211; sie laufen kontinuierlich rund um die Uhr und sind nur sehr schwer regelbar. Wasserkraftwerke, Kernkraftwerke und gro&#223;e Braunkohlenkraftwerke laufen heute in Deutschland als Grundlastkraftwerke. Um ein solches Kraftwerk anzufahren bedarf es einiger Stunden, bei &#228;lteren Kernkraftwerken sogar Tage, bis diese stabil im Grundlastbetrieb laufen. Die Leistung der Grundlastkraftwerke insgesamt ist so ausgelegt, dass der Minimalbedarf gerade abgedeckt wird.</li>
<li>Mittellastkraftwerke &#8211; sie liefern nach Bedarf Elektroenergie, jedoch ist dieser Bedarf absehbar. Die Betreiber dieser Kraftwerke wissen also genau, wann sie am Netz sein m&#252;ssen und richten den Betrieb des Kraftwerkes darauf aus. F&#252;r die Mittellast werden oft Steinkohlenkraftwerke eingesetzt</li>
<li>Spitzenlastkraftwerke &#8211; sie liefern die Energie im Spitzenlastbereich. Ob sie ben&#246;tigt werden oder nicht, wissen die Kraftwerksbetreiber nicht. Deshalb m&#252;ssen diese Kraftwerke sehr schnell, &#252;blicherweise innerhalb weniger Minuten, hoch- und heruntergefahren werden k&#246;nnen. Hierf&#252;r kommen typischerweise Pumpspeicherwerke oder Gasturbinenkraftwerke zum Einsatz.</li>
</ul>
<p>Um den Lastgang eines Tages absichern zu k&#246;nnen, wird alle 15 Minuten der Bedarf ermittelt und an die Betreiber der Kraftwerke jeweils die Lastanforderung weitergegeben, die dann die Kraftwerke entsprechend fahren. Dieser Vorgang, zus&#228;tzlichen Bedarf abzufordern, wird als Dispatch bezeichnet.</p>
<p><strong>Lastgang bei hohem Anteil erneuerbarer Energien</strong></p>
<p>Nun kommen aber zunehmend erneuerbare Energien hinzu. Eine technische Besonderheit dieser Energien ist die Tatsache, dass sie praktisch nicht regelbar und sehr schlecht vorhersehbar sind. Ob Wind weht oder die Sonne scheint ist nicht planbar. Trotzdem muss das irgendwie in den Lastgang „eingebaut“ werden. Ein Beispiel, wie ein Lastgang bei starkem Aufkommen von Windenergie aussehen k&#246;nnte, ist nachfolgend dargestellt.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_02_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_02_400.png" alt="" title="Tagesgang bei hohem Aufkommen von Windenergie" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-576" /></a></p>
<p>Abbildung 2: Tagesgang bei hohem Aufkommen von Windenergie</p>
<p>Unter den dargestellten Bedingungen kann von einer klaren Trennung zwischen Grundlast, Mittellast und Spitzenlast nicht mehr die Rede sein. Hier taucht ein Dilemma auf: Entweder, es wird bei der althergebrachten Fahrweise der Kraftwerke geblieben &#8211; das bedeutet aber, Verzicht auf erneuerbare Energien, Verst&#228;rkung des Klimawandels (sofern Kohle als Betriebsstoff eingesetzt wird) und hohe variable Kosten, weil Betriebsstoffe bezahlt werden m&#252;ssen. Oder, die Fahrweise der Kraftwerke wird ver&#228;ndert &#8211; das bedeutet aber, Verzicht auf einen Grundlastbetrieb, Errichtung von Energie-Speicherkapazit&#228;ten einschlie&#223;lich einer entsprechenden Netz-Infrastruktur, Abschw&#228;chung des Klimawandels und geringe variable Kosten, weil Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen keine Betriebsstoffe ben&#246;tigen.</p>
<p>Im <a href="http://www.umweltrat.de/cln_135/SharedDocs/Downloads/DE/06_Hintergrundinformationen/2009_Thesen_Weichenstellungen_Stromversorgung_Hohmeyer.html">Thesenpapier </a>des Sachverst&#228;ndigenrates f&#252;r Umweltfragen „Weichenstellungen f&#252;r eine nachhaltige Stromversorgung“ wurde aus Daten des Netzbetreiber E.ON in Schleswig-Holstein f&#252;r einen hohen Ausbau der Windenergie ein m&#246;glicher Lastgang hochgerechnet. Diese Daten sind nachfolgend dargestellt.</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_03_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_03_400.png" alt="" title="Lastgang bei starkem Energieertrag aus Windkraft" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-577" /></a></p>
<p>Abbildung 3: Durch Skalierung hochgerechneter Lastgang f&#252;r das E.ON-Netz in Schleswig-Holstein bei starkem Energieertrag aus Windkraft</p>
<p>Wird die Differenz beider Kurven dargestellt, ergibt sich folgendes Bild:</p>
<p><a href="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_04_400.png"><img src="http://zw-jena.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/energie_04_400.png" alt="" title="resultierender Speicher- bzw. Dispatchbedarf" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-578" /></a></p>
<p>Abbildung 4: resultierender Speicher- bzw. Dispatchbedarf</p>
<p>Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass es faktisch keine Grundlast mehr gibt. Dieser Dispatchbedarf kann nur noch &#252;ber Mittellast- und Spitzenlastkraftwerke abgesichert werden. Und noch etwas wird deutlich: Es wird n&#246;tig sein, Speicherkapazit&#228;ten f&#252;r &#252;bersch&#252;ssige Energie zur Verf&#252;gung zu haben. Die heute in Deutschland verf&#252;gbaren Kraftwerke sind einige Pumpspeicherwerke und ein Druckluft-Speicher-Kraftwerk, welches seit vielen Jahren im Forschungsbetrieb l&#228;uft. Potentielle Standorte nennenswerter neue Pumpspeicherkraftwerke sind in Deutschland aufgrund der Geografie nicht verf&#252;gbar. Eine L&#246;sung kann hier nur ein europaweiter Netzverbund sein, der Speicherm&#246;glichkeiten in anderen L&#228;ndern (Schweiz, Norwegen) erschlie&#223;t.</p>
<p><strong>kontraproduktive Orientierung auf die Grundlast</strong></p>
<p>Die Tatsache, dass Grundlastkraftwerke immer weniger ben&#246;tigt werden ergibt sich aus den dargestellten Zusammenh&#228;ngen. Das wird auch in der Leitstudie des Sachverst&#228;ndigenrates f&#252;r Umweltfragen deutlich:</p>
<blockquote><p>„Bei sehr hohen Anteilen an EE (Erneuerbaren Energiequellen) [...] verschwindet die herk&#246;mmliche Grundlaststromerzeugung weitgehend, die verbleibenden fossilen Kondensationskraftwerke stellen dann ausschlie&#223;lich die zu einer sicheren Stromversorgung erforderliche Leistung zur Verf&#252;gung.“</p></blockquote>
<p>Zusammenfassend kann damit gesagt werden, dass in einem Energiesystem mit hohen Anteilen fluktuierender Einspeisung aus regenerativen Energiequellen Grundlastkraftwerke entscheidend an Bedeutung verlieren. Mehr noch, sie sind aufgrund ihrer technischen Eigenschaft, dass sie nur sehr langsam angefahren werden k&#246;nnen auch nicht mehr geeignet, die notwendigen Aufgaben regelbarer Kraftwerkskapazit&#228;ten in dem neuen Energiesystem sinnvoll zu erf&#252;llen. Im Gegenteil dazu werden Kraftwerke mit gutem Regelverhalten und schneller Verf&#252;gbarkeit ben&#246;tigt. </p>
<p>Die von der Bundesregierung getroffene Entscheidung zur Verl&#228;ngerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken steht dazu in klarem Widerspruch. Vielmehr f&#252;hrt diese Entscheidung zu einer Behinderung des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien. N&#246;tig sind Investitionen in Kraftwerke, die flexibel auf Lastschwankungen reagieren k&#246;nnen, wie zum Beispiel gasbefeuerte Kraftwerke. N&#246;tig sind Investitionen in den Ausbau des Netzes, hin zu einem „intelligenten“ Netz, welches Lastfluktuationen schnell ausregeln kann.</p>
<p><strong>Situation der „Energieriesen“</strong></p>
<p>Die Betreiber der Grundlastkraftwerke k&#246;nnen nat&#252;rlich diese Problematik nicht negieren. Wenn der Grundlastbedarf zur&#252;ckgeht, wird das f&#252;r ihre Kraftwerke zun&#228;chst einmal eine verringerte Auslastung bedeuten und damit erh&#246;hte Kosten, weil bei gleichbleibenden Fixkosten weniger Strom verkauft wird. Hinzu kommt, dass diese Kraftwerke immer &#246;fter herauf und heruntergefahren werden m&#252;ssen, von Vollast- auf Teillastbetrieb. Daf&#252;r sind diese Kraftwerke aber nicht ausgelegt. Es wird ein gr&#246;&#223;erer Wartungsaufwand n&#246;tig sein, was wieder mehr Kosten verursacht. Und ob es f&#252;r die technische Sicherheit eines Kernkraftwerkes f&#246;rderlich ist, wenn &#246;fters der Betriebszustand gewechselt werden muss, ist zu bezweifeln. Inwiefern vor diesem Hintergrund die Laufzeitverl&#228;ngerung mit Kosteneinsparungen in Verbindung gebracht werden kann, ist mehr als schleierhaft.</p>
<p>Betrachten wir aber den Kern der T&#228;tigkeit der Kraftwerksbetreiber: Ziel ist es, Rendite zu erwirtschaften. Unter den dargestellten Bedingungen m&#252;ssten diese also die erneuerbaren Energien ausbremsen, was jedoch nicht durchsetzbar ist. Sie k&#246;nnten den Netzausbau behindern, was auch redlich versucht wird, aber die Entwicklung lediglich vielleicht um einige Jahre verz&#246;gern kann. Und sie k&#246;nnten versuchen, die Regierung zu veranlassen, die Rahmenbedingungen zu &#228;ndern. Genau das ist offensichtlich geschehen. Denn gegen jeden technischen Sachverstand den Betrieb der Kernkraftwerke l&#228;nger zu gestatten und damit Milliardengewinne f&#252;r die Energiekonzerne zu garantieren kann nur als Kniefall vor den Konzernen oder als „zu Kreuze kriechen“ verstanden werden.</p>
<p>Am <a href="http://www.ausgestrahlt.de/">18. September 2010</a> gibt es die M&#246;glichkeit, eine abweichende Meinung klar zu &#228;u&#223;ern.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachtrag zur Laufzeitenverl&#228;ngerung</title>
		<link>http://zw-jena.de/blog/2010/09/nachtrag-zur-laufzeitenverlaengerung/</link>
		<comments>http://zw-jena.de/blog/2010/09/nachtrag-zur-laufzeitenverlaengerung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 08:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Anders wirtschaften]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Warenkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich gestern bemerkte, dass mich der Politikstil im Zusammenhang mit der Laufzeitenverl&#228;ngerung der Kernkraftwerke fatal an die letzten Jahre der DDR erinnert, dann bedarf das einer Erg&#228;nzung. Es sei bestimmt dagegen zu halten, dass im Gegensatz zur DDR heute demokratische Verh&#228;ltnisse herrschen und keinesfalls eine Diktatur. Und au&#223;erdem gebe es ja Meinungsfreiheit &#8211; schlie&#223;lich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich gestern bemerkte, dass mich der Politikstil im Zusammenhang mit der Laufzeitenverl&#228;ngerung der Kernkraftwerke fatal an die letzten Jahre der DDR erinnert, dann bedarf das einer Erg&#228;nzung. Es sei bestimmt dagegen zu halten, dass im Gegensatz zur DDR heute demokratische Verh&#228;ltnisse herrschen und keinesfalls eine Diktatur. Und au&#223;erdem gebe es ja Meinungsfreiheit &#8211; schlie&#223;lich ist ja dieser Blogbeitrag der beste Beweis f&#252;r diese Meinungsfreiheit.</p>
<p>Wohl wahr &#8211; ich empfehle deshalb zwei Dokumentationen, die von der ZDF-Sendung Frontal 21 erstellt wurden, die genau die Funktion dieser Demokratie im Zusammenhang mit der Energieproblematik beschreiben. Nebenbei: Ein „Geschm&#228;ckle“ haben dabei auch die Sendezeiten …</p>
<ol>
<li> <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1090144/Frontal21-Dokumentation:-Der-gro%C3%9Fe-Bluff">„Der gro&#223;e Bluff“</a>, gesendet am 6. September 2010 um 03:25 Uhr</li>
<li> <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/72746/Das-Kartell---Im-W%C3%BCrgegriff-der-Konzerne">„Das Kartell im W&#252;rgegriff der Konzerne“</a>, gesendet am 5. September 2010 um 02:25 Uhr</li>
</ol>
<p>Viel Spa&#223; beim anschauen.</p>
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